Bahnstrecke Düsseldorf-Köln bis auf weiteres gesperrt

Ein Böschungsbrand hat Schienen auf der Bahnstrecke Düsseldorf-Köln beschädigt. Die Folgen für Reisende sind massiv. Der Staatsschutz ermittelt.
dpa |
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An der wichtigen Bahnstrecke zwischen Köln und Düsseldorf kam es zu einem Böschungsbrand.
An der wichtigen Bahnstrecke zwischen Köln und Düsseldorf kam es zu einem Böschungsbrand. © Patrick Schüller/dpa
Düsseldorf

Nach einem Böschungsbrand bleibt die wichtige Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln bis auf weiteres gesperrt. Das sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn der Deutschen Presse-Agentur. Im Nah- und Fernverkehr kommt es deshalb zu Umleitungen und Verspätungen.

Nach Angaben des Sprechers hatte am Vormittag an zwei Stellen zwischen Langenfeld und Leverkusen die Böschung gebrannt. Die Feuerwehr habe die Brände zwar gelöscht. Allerdings habe das Feuer Schäden an den Schienen angerichtet, so dass auf dem Streckenabschnitt keine Züge fahren könnten.

"Wir können derzeit keine Prognose abgeben, wann der Zugverkehr wieder rollen kann", sagte ein Bahnsprecher am Abend. Zuvor hatte die Bahn die Formulierung verwendet, dass der Zugverkehr "nicht vor Samstagnachmittag" wieder rollen könne. Aktueller Stand sei jedoch, dass im Moment keine Prognose möglich sei, sagte der Sprecher.

Polizei ermittelt, ob Feuer absichtlich gelegt wurden

Der Staatsschutz der Kölner Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Es werde untersucht, ob ein strafrechtliches Handeln vorliege und das Feuer absichtlich gelegt worden sei, sagte ein Polizeisprecher. Am Abend ergänzte eine Polizeisprecherin, das Feuer sei im Bereich einer Verkabelung an einer Brückenüberführung ausgebrochen. Ob das technische Gründe gehabt habe oder ob es auf mutwilliges Handeln zurückgehe, sei Bestandteil der Ermittlungen. Derzeit sei noch keine Einordnung möglich, betonte die Sprecherin.

Im Düsseldorfer Hauptbahnhof gab es am Nachmittag nach Angaben eines dpa-Reporters zwar volle Bahnsteige und wartende Züge, es herrschte aber kein Chaos.

Verspätungen von 30 Minuten

Im Fernverkehr müssen Reisende nach Bahn-Angaben mit Verspätungen von etwa 30 Minuten rechnen. Betroffen seien die Strecken Köln-Düsseldorf-Dortmund, Köln-Düsseldorf-Recklinghausen-Münster und Köln-Düsseldorf-Amsterdam. Aufgrund von Umleitungen gebe es auch auf den Strecken Düsseldorf-Neuss-Dormagen-Köln sowie Düsseldorf-Solingen-Opladen-Köln Verspätungen.

Im Nahverkehr sind die mehrere Regionalbahnen und S-Bahnen betroffen. Auf den Linien RE1, RE5 und S6 hat die Bahn nach eigenen Angaben einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Bahnreisende sollten sich vor Fahrtantritt in der DB-App oder auf den Internet-Seiten bahn.de/aktuell oder zuginfo.nrw über ihre Verbindungen informieren.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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