Auswärtiges Amt geht bei Zugunglück von totem Deutschen aus

Bei dem Zugunglück in Südspanien ist wohl auch ein Deutscher ums Leben gekommen. Die Identifizierung der Opfer gestaltete sich schwierig.
dpa |
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Nach dem schweren Zugunglück in Südspanien werden nun Details zu den Opfern bekannt.
Nach dem schweren Zugunglück in Südspanien werden nun Details zu den Opfern bekannt. © Manu Fernandez/AP/dpa
Berlin/Adamuz

Bei dem schweren Zugunglück in Südspanien gehen Behörden in Deutschland davon aus, dass auch ein Deutscher ums Leben gekommen ist. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es am Vormittag: "Zum aktuellen Zeitpunkt müssen wir leider davon ausgehen, dass sich eine Person mit deutscher Staatsangehörigkeit unter den Todesopfern befindet."

Die Familienangehörigen werden den Angaben zufolge von Mitarbeitern des deutschen Konsulats in Málaga im Süden des Landes betreut. Weiter hieß es: "Über die genaue Anzahl der betroffenen deutschen Staatsangehörigen gibt es derzeit jedoch noch keine verlässlichen Angaben."

Nach dem Zusammenstoß von zwei Hochgeschwindigkeitszügen am Sonntag nahe der Ortschaft Adamuz in der Provinz Córdoba wurden bislang 43 Leichen geborgen. Dutzende Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Nach dem Unglück galten zunächst 45 Menschen als vermisst. 

Am Mittwochabend wurden noch zwei als vermisst gemeldete Personen gesucht, die nicht unter den identifizierten Toten waren. Unter den 45 zunächst als vermisst gemeldeten Personen seien drei Ausländer, und zwar aus Deutschland, Marokko und Russland, teilten die Behörden am Morgen mit. 

Unglücksursache steht noch nicht fest

Die Identifizierung der Opfer gestaltete sich schwierig. Die Behörden hatten Familien deshalb unter anderem um DNA-Proben gebeten, um das Verfahren zu beschleunigen. Am späten Mittwochabend wurde mitgeteilt, 42 Todesopfer seien bereits identifiziert worden. Die Namen wurden zunächst aber nicht veröffentlicht. Die Familien sollten erst benachrichtigt werden.

Es war eines der schwersten Zugunglücke in der Geschichte des Landes. Die Ursache ist noch unklar. Nach jüngsten Angaben wird ein Gleisschaden oder ein Fehler an einem der Züge als Auslöser der Katastrophe nicht ausgeschlossen. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska schloss Sabotage aus.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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