Asbest im Spielzeug? Rückruf bei Woolworth, TK Maxx und Hema

Mehrere Warenhausketten rufen Spielzeugfiguren oder Bastelsand zurück. Die Produkte könnten mit dem krebserregenden Stoff Asbest belastet sein. Was müssen Verbraucher nun beachten?
dpa |
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Woolworth, TK Maxx und Hema rufen Spielzeug wegen möglicher Asbestspuren zurück. (Symbolbild)
Woolworth, TK Maxx und Hema rufen Spielzeug wegen möglicher Asbestspuren zurück. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa
Unna/Düsseldorf

Der Discounter Woolworth und die Kaufhauskette TK Maxx haben bundesweit Spielfiguren der Marke Stretcherz aus dem Handel genommen. Der Grund: Der in den Spielzeugen verwendete Sand könnte Spuren von Asbest enthalten. Es handele sich um vorsorgliche Maßnahmen, betonten beide Unternehmen. Das Gesamtrisiko werde als gering eingeschätzt, hieß es in einer TK Maxx-Mitteilung. 

Auch die Warenhauskette Hema ruft Spielzeug wegen Asbestgefahr zurück: Betroffen sind mehrere Produkte mit Spiel- und Bastelsand, der in den Filialen verkauft worden war. In mindestens einem Röhrchen sei der gefährliche Stoff nachgewiesen worden, teilte das Unternehmen auf dem Portal Lebensmittelwarnung.de mit. 

Wer die Produkte mit Spielsand in eine Filiale zurückbringe, erhalte auch ohne Kassenbon den vollen Kaufpreis zurück. Nach derzeitigem Stand sei der Sand in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen vertrieben worden. 

Was ist Asbest?

Das Umweltbundesamt schreibt auf seiner Internetseite über den gefährlichen Stoff: "Asbest ist die Sammelbezeichnung für natürlich vorkommende, faserartige silikatische Minerale mit Faserdurchmessern bis herab zu 2 Mikrometern (1 Mikrometer entspricht einem Tausendstel Millimeter)." Der Stoff wurde über Jahrzehnte in sehr großen Mengen beim Bauen verwendet.

Asbest sei eindeutig krebserregend, heißt es. Charakteristisch sei, dass er sich in feine Fasern zerteile, die sich weiter aufspalten und dadurch leicht eingeatmet werden können. Die Fasern können sich langfristig in der Lunge festsetzen.

Welche Spielzeugfiguren sind betroffen?

Bei Woolworth seien neben der bereits zurückgezogenen Spielfigurenserie "Stretcherz Slammerz" auch die Produkte "Stretcherz Street Smash Car" und "Stretcherz Stretch Squad Dinos" betroffen, sagte ein Sprecher des Unternehmens im nordrhein-westfälischen Unna. 

Die Figuren seien in allen Woolworth-Geschäften aus dem Verkauf genommen worden. Bereits gekaufte Artikel könnten gegen volle Kostenerstattung zurückgegeben werden. Es handele sich um eine vorsorgliche Maßnahme. Für Kunden gibt es eine Servicehotline. 

Bei TK Maxx geht es um Spielzeug "Stretcherz Stretch Squad", das im Januar und Februar verkauft wurde. Die Warnung wurde auch über das Portal "Lebensmittelwarnung.de" verbreitet. 

Asbest in Spielsand auch in anderen Ländern

In den vergangenen Monaten war zunächst in Australien und Neuseeland und dann auch in den Niederlanden und Belgien in zahlreichen Produkten Asbest nachgewiesen worden. Es handelte sich um gefärbte Sandspielprodukte - etwa Magic Sand, Kinetischer Sand, Deko- und Bastelsand sowie Montessori-Sandspieltische - aus China. 

"Unsere Nachbarländer reagieren bereits mit Verkaufsverboten und Warnungen", teilte die Verbraucherzentrale NRW mit. In Australien waren einige Schulen und Kindergärten vorübergehend geschlossen worden, um sie auf mögliche Belastungen zu prüfen und zu reinigen. 

Was raten Verbraucherschützer?

Die Verbraucherzentrale NRW rät vorsorglich davon ab, die aus China stammenden gefärbten Sandspielprodukte für den Innenbereich zu verwenden, bis sicher geklärt ist, ob diese Asbest enthalten oder nicht. Das Gleiche gelte für Deko-Sand für Erwachsene.

"Wenn Asbestbelastete Sandspielprodukte schon geöffnet und in Innenräumen verwendet wurden, sollten Reinigungsmaßnahmen ergriffen werden, bei denen kein Staub aufgewirbelt und eingeatmet wird", hieß es weiter. Normaler Spielsand für Sandkästen im Freien sei nicht betroffen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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