Anleitung zu erster Hilfe: Wie reanimiert man einen Menschen?

Was kann man tun, wenn in der Straßenbahn plötzlich ein Mensch bewusstlos umkippt? Wie verhält man sich richtig, was ist falsch? Ein Notarzt hat anlässlich eines aktuellen Falls eine Anleitung zur Wiederbelebung auf Twitter gepostet und wird von der Netzgemeinde dafür gefeiert.
| Sven Geißelhardt
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An einem Dummy können Schüler in einem Erste-Hilfe-Kurs die Reanimation üben.
Arno Burgi/dpa An einem Dummy können Schüler in einem Erste-Hilfe-Kurs die Reanimation üben.

Ein Mann kippt in einer voll besetzten Straßenbahn um und bleibt liegen. Keiner der umstehenden Menschen hilft ihm. Als der Notarzt eintrifft, ist der Mann bereits tot. Diesen Fall hat ein Notarzt erlebt und prangert auf Twitter die sogenannten Zuschauer für ihre Unfähigkeit zu handeln an.

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Aber was hätte man tun können? Viele Menschen haben Angst etwas falsch zu machen und die Situation eventuell noch zu verschlimmern. Je mehr Menschen zugegen sind, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass niemand die Initiative ergreift. In psychologischen Kreisen nennt man dieses Phänomen Verantwortungsdiffusion, das Abschieben von Verantwortung an andere Menschen. Deshalb ist man lieber untätig als Verantwortung zu übernehmen. Aus diesem Grund hat der Notarzt nicht nur seine Wut in seinem Post rausgelassen, sondern direkt noch eine Anleitung zur ersten Hilfe getwittert.

1. Nichts tun ist schlimmer als etwas falsch zu machen.

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2. Patient auf den Rücken drehen und Atmung checken. Bei Atemstillstand sofort in der Mitte des Brustkorbes mit einer Herzdruckmassage beginnen. Damit man die richtige Geschwindigkeit hat, stumm den Bee Gees-Hit "Staying Alive" mitsingen.

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3. Der Patient muss nicht unbedingt beatmet werden, das wichtigste ist die Herzdruckmassage.

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Diese simplen Handlungen können einem Menschen das Leben retten. Wenn man nichts tut, erleiden Menschen nach fünf Minuten einen Hirnschaden. Deshalb fasst der Notarzt auf Twitter die Handlungen in vier einfache Schritten zusammen: "Also nochmal: prüfen, rufen, drücken. Durchhalten, bis Hilfe kommt. Vielen Dank."

Innerhalb weniger Stunden wurde der Tweet tausendmal geliked und geteilt. Viele Twitter-User sind dankbar für die Anleitung und fühlen sich bestärkt.

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Man sollte keine Angst haben zu helfen denn im besten Fall hat man ein Leben gerettet.

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