Anklage gegen Kinderarzt: Mehr als 70 mutmaßliche Opfer

Mehr als 70 Opfer, 130 Vorwürfe: Die Anklage gegen einen Kinderarzt aus dem Havelland unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs ist lang. Das Landgericht Potsdam entscheidet über das Verfahren.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Das Landgericht Potsdam befasst sich mit der Anklage gegen einen Kinderarzt wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Es geht um 130 Fälle und mehr als 70 Betroffene. (Symbolbild)
Das Landgericht Potsdam befasst sich mit der Anklage gegen einen Kinderarzt wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Es geht um 130 Fälle und mehr als 70 Betroffene. (Symbolbild) © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
Potsdam

Im Fall des angeklagten Kinderarztes aus dem Havelland wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung geht die Staatsanwaltschaft von mehr als 70 Opfern aus. Laut Anklage sind sie zwischen 2 und 20 Jahre alt und sowohl männlich als auch weiblich, wie das Landgericht Potsdam mitteilte. Die Behörde will rasch über einen Prozess entscheiden.

Der Kinderarzt, der an den Havelland Kliniken beschäftigt war, ist wegen Straftaten in 130 Fällen angeklagt. Hierzu zählen unter anderem Vorwürfe des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie der Vergewaltigung. Einen Großteil der Taten soll der Mediziner während seines Dienstes begangen haben.

Gericht entscheidet über Verhandlung

Die 2. Strafkammer prüft derzeit die Eröffnung des Verfahrens. "Im Falle einer Eröffnung ist mit einer zeitnahen Terminierung zu rechnen, da der Angeschuldigte sich in Untersuchungshaft befindet", teilte das Landgericht mit. Weitere Angaben zu den Tatvorwürfen wollte die Behörde nicht machen.

Kinderarzt seit November in U-Haft

Laut Strafprozessordnung soll die Untersuchungshaft in der Regel sechs Monate nicht überschreiten - dies wäre im Fall des Kinderarztes im Mai der Fall. Er sitzt seit November in Untersuchungshaft.

Die angeklagten Straftaten sollen sich innerhalb von zwölf Jahren ereignet haben. Im Januar dieses Jahres wurde der Fall bekannt. Nach der Anzeige einer Mutter kam es zu Durchsuchungen. Die Havelland Kliniken setzten eine Aufarbeitung in Gang und überprüften ihr Kinderschutzkonzept.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.