Amerikanisches Vergewaltigungsopfer bekommt eine Milliarde Dollar Entschädigung

Eine Vergewaltigung ist für jede Frau ein unvorstellbares, lebensveränderndes Martyrium. Ein Gericht in den USA setzt nun ein Zeichen und spricht einem Opfer eine rekordverdächtige Entschädigung in Höhe von einer Milliarde Dollar zu.
| Bernhard Lackner
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Symbolisch für alle Vergewaltigungsopfer erhielt eine Amerikanerin eine Entschädigung von einer Milliarde Dollar.
dpa/Tom Honan Symbolisch für alle Vergewaltigungsopfer erhielt eine Amerikanerin eine Entschädigung von einer Milliarde Dollar.

Clayton County/Georgia - "Mir wurde meine Kindheit gestolen", sagt Hope Cheston am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Es ist ein fröhlicher Tag für sie, das Ende eines schrecklichen Kapitels im Leben der heute 20-Jährigen.

Vor sechs Jahren nahm dieses eine schreckliche Wendung: Zusammen mit ihrem Freund verließ Hope eine Geburtstagsfeier in Jonesboro im US-Bundesstaat Arkansas. Plötzlich stellte sich Brandon Lamar Zachary, ein bewaffneter Sicherheitsmann, dem Pärchen in den Weg, bedrohte Hopes Freund und vergewaltigte die damals 14-Jährige.

Der Vergewaltiger hätte nie Sicherheitsmann werden dürfen

Schon vor zwei Jahren wurde Zachary für dieses Verbrechen zu 20 Jahren hinter Gittern verurteilt. Die Mutter des Opfers verklagte zudem die Sicherheitsfirma "Crime Prevention Agency" (z. d. "Agentur zur Verbrechensverhütung"), für die der Vergewaltiger seinerzeit tätig war, auf Schadensersatz. Der damals 22-Jährige habe keine Lizenz gehabt und hätte nie eingestellt werden dürfen. Das Gericht gab der Klage statt und machte die Agentur haftbar.

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Am Dienstag setzte die verantwortliche Jury dann die Höhe der Entschädigung fest: Eine Milliarde Dolllar, rund 853 Millionen Euro. Dass die Sicherheitsfirma das Geld wohl nie zahlen können wird, ist für die Beteiligten dabei eher sekundär. Die Entscheidung soll eher symbolischen Charakter haben. "Die Zahl an sich ist egal. Das, wofür sie steht, ist das Entscheidende", so Chris Stewart, Hopes Anwalt. "Wir wissen, dass die Agentur das Geld nicht zahlen kann. Die zwölf Leute in der Jury haben gezeigt, wie viel ein Vergewaltigungsopfer wert ist. Dieses Echo ist viel lauter", führt Stewart weiter aus.

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