Also doch: Intelligenz erben Kinder eher von der Mutter

Wenn es darum geht, welche Charakterzüge Kinder von welchem Elternteil haben, beanspruchen Mama und Papa meist die guten Eigenschaften jeweils für sich. Bezüglich der Intelligenz liefern Wissenschafter nun relativ eindeutige Erkenntnisse. 
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Ihre Intelligenz haben die meisten der kleinen Racker vermutlich von ihrer Mama geerbt.
Waltraud Grubitzsch/dpa Ihre Intelligenz haben die meisten der kleinen Racker vermutlich von ihrer Mama geerbt.

Wenn es darum geht, welche Charakterzüge Kinder von welchem Elternteil haben, beanspruchen Mama und Papa meist die guten Eigenschaften jeweils für sich. Bezüglich der Intelligenz liefern Wissenschafter nun relativ eindeutige Erkenntnisse.

München -  Die Intelligenz eines Kindes wird zu etwa 50 Prozent von der Erziehung und dem Umfeld, in dem das Kind aufwächst, beeinflusst. Über die anderen 50 Prozent entscheiden die Gene. Diese wissenschaftliche Erkenntnis gilt mittlerweile als gesichert. Nun fand die Psychologin Jennifer Delgado Suárez durch die Auswertung verschiedener Studien aber etwas heraus, das für Väter und Mütter besonders interessant sein dürfte.

Das Erbgut für Intelligenz liegt auf dem X-Chromosom

Auf ihrem Blog "Psychology Spot" erklärte Delgado Suárez, die unter anderem an der kubanischen Universität von Cienfuegos lehrte, dass die Intelligenz eines Kindes mit doppelter Wahrscheinlichkeit von der Mutter, und nicht vom Vater, vererbt werden dürfte. Grund dafür ist, dass das Erbgut für Intelligenz nur auf dem X-Chromosom, nicht aber auf dem Y-Chromosom liegt. Da Frauen zwei und Männer nur ein X-Chromosom besitzen, stehen die Chancen 2:1, dass das Kind seine Intelligenz von der Mutter statt vom Vater erbt.

Für Väter ist das aber kein Grund zum Verzweifeln. Denn da nur etwa 50 Prozent der Intelligenz von den Genen bestimmt wird, können die Männer durch Erziehung trotzdem einen erheblichen Einfluss auf die geistigen Fähigkeiten des Sprösslings nehmen. Damit haben Mütter nun außerdem ein weiteres schlagkräftiges Argument, wenn über mehr väterliche Beteiligung bei der Kindererziehung diskutiert wird. 

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