"Alles weggefetzt": Hausexplosion zerstört Familie

Es ist ein Bild der Verwüstung: Ein weißer Heizkörper hängt aus einem großen Loch, das in der Hauswand klafft. Kabelenden verlaufen ins Leere.
| dpa
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Es ist ein Bild der Verwüstung: Ein weißer Heizkörper hängt aus einem großen Loch, das in der Hauswand klafft. Kabelenden verlaufen ins Leere, ein Fenster ist aus der Verankerung gerissen, das Glas zerborsten.

Meckenheim/Bonn - Es ist ein Bild der Verwüstung: Ein weißer Heizkörper hängt aus einem großen Loch, das in der Hauswand klafft. Kabelenden verlaufen ins Leere, ein Fenster ist aus der Verankerung gerissen, das Glas zerborsten.

Eine schwere Explosion, vermutlich ausgelöst durch Gas, hat ein Reihenhaus in Meckenheim bei Bonn am Dienstagmorgen zerfetzt - und eine dreiköpfige Familie zerstört.

Direkt nach der Explosion wurden der 18-jährige Sohn und seine 57-jährige Mutter mit schweren Brandverletzungen in Krankenhäuser gebracht. Stunden später fanden Feuerwehrleute in den Trümmern des einsturzgefährdeten Einfamilienhauses eine männliche Leiche. Nach Polizeiangaben handelt es sich dabei wahrscheinlich um den 57-jährigen Familienvater, der seit der Explosion vermisst worden war.

Aufgrund des starken Gasaustritts hatten die Rettungskräfte das schwer beschädigte Haus stundenlang nicht betreten können. Am Mittag durchsuchten Hunde das etwa 10 Jahre alte Haus nach möglichen weiteren Opfern, schlugen aber nicht an. Nur die dreiköpfige Familie habe dort gewohnt, sagte die Meckenheimer Stadtsprecherin Marion Lübbehüsen. Weitere Menschen würden auch nicht vermisst.

Wahrscheinlich wurde das Unglück durch eine Gasexplosion ausgelöst, vermutete die Feuerwehr. Die Ursache für die Explosion stand noch nicht fest. Bis zum Nachmittag löschten Feuerwehrleute schwelende Brandnester. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. Da das Haus noch nicht komplett begehbar war, könnte die Kleinarbeit vor Ort aber noch Tage dauern.

Den Rettungskräften bot sich um kurz nach 9 Uhr ein chaotisches Bild. "Alles war weggefetzt", sagte Lübbehüsen. Auch mehrere Nachbarhäuser in der ruhigen Wohngegend der 25 000-Einwohner-Stadt hatten etwas abbekommen. Viele Nachbarn waren schon bei der Arbeit gewesen, als das Haus explodierte. Aus Sorgen um ihre eigenen Häuser riefen sie bei der Stadtverwaltung an, als sie von dem Unglück hörten. Andere kamen direkt zum Unglücksort. Drei Nachbarn wurden vorübergehend in Hotels einquartiert.

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