6.000 Neonazis bei Rechtsrock-Konzert in Themar: Kinderpflaster und Hass

In Thüringen haben Tausende Rechte am wohl bundesweit größten Neonazi-Konzert des Jahres teilgenommen. Die Politik reagiert entsetzt.
| Christoph Elzer, dpa
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"Rock gegen Überfremdung": Die Bilder vom Neonazi-Konzert und dem Gegenprotest.
imago/Michael Trammer 18 "Rock gegen Überfremdung": Die Bilder vom Neonazi-Konzert und dem Gegenprotest.
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Themar - Knapp 6.000 Anhänger der rechten Szene aus dem In- und Ausland haben das bundesweit wohl größte Neonazi-Konzert des Jahres im südthüringischen Themar besucht. Haare waren bei den "Patrioten" eher Mangelware, Shirts und Jacken mit eindeutigen Botschaften hingegen gab es im Überfluss. Vom "Sturm auf Themar" über "Arische Bruderschaft" und "Bündnis 88 – Die Braunen" bis hin zu "Jubeljahr 1933" und "I love Htlr".

Einige der "aufrechten Deutschen" beschränkten sich allerdings nicht nur auf die rechtlich nicht anfechtbaren Kleidungsstücke, sondern hatten sich ihre Körper auch mit verfassungsfeindlichen Symbolen wie Hakenkreuzen und SS-Runen "verzieren" lassen. Damit sie von der Polizei nicht wegen der Zuschaustellung dieser Kennzeichen belangt werden, klebten sie die Nazi-Symbole mit bunten Kinder-Pflastern notdürftig ab.

Rund 1.000 Polizisten aus Thüringen und mehreren Bundesländern waren im Einsatz - auch um ein Aufeinandertreffen der Teilnehmer des Rockkonzerts mit den Gegendemonstranten zu verhindern. Nach Angaben der Polizei sind 43 Strafanzeigen unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Bedrohung, Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz gestellt worden. Videos von dem Konzert zeigen Menschenmassen, die den Arm zum sogenannten "Deutschen Gruß" heben und im Chor "Heil" grölen. Drei Menschen wurden in Gewahrsam genommen, von 440 weiteren wurde die Identität festgestellt.

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Ramelow: Müssen das Versammlungsrecht ändern!

Das Festival "Rock gegen Überfremdung" war als politische Kundgebung angemeldet und fand auf dem Grundstück des Bürgermeisters einer Nachbargemeide statt, der noch bis vor kurzem aktives AfD-Mitglied war. Der Unkostenbeitrag von 25 Euro, den die Teilnehmer entrichten mussten, dürfte den Veranstaltern bei 5.955 Teilnehmern (offizielle Zahl der Polizei Thüringen) gut 200.000 Euro eingebracht haben, Verkaufserlöse durch Ausschank und Merchandise kommen noch hinzu. Um den Deckmantel der politischen kundgebung zu wahren, traten zwischen den Rockbands unter anderem Redner von "Der dritte Weg" und der Partei "Die Rechte" auf.

Das Amtsgericht Hildburghausen hatte erst am Freitag eine einstweilige Verfügung gegen das angemeldete Konzert abgewiesen und somit den Weg für die Veranstaltung am Samstag freigemacht.

Nach dem Konzert forderte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, das Versammlungsrecht für solche Veranstaltungen einzuschränken. "Ich denke, wir müssen das Versammlungsrecht derart präzisieren, dass in Zukunft Landratsämter und Genehmigungsbehörden und dann auch in der Folge die entscheidenden Gerichte diese Dinge nicht mehr unter Meinungsfreiheit abtun", sagte der Linken-Politiker MDR Aktuell am Sonntag. Man könne "traurig" und "hilflos" werden, wenn 6.000 Anhänger der rechten Szene getarnt als Demonstranten ein riesiges Rechtsrockfestival feierten und gleichzeitig Geld für ihr Netzwerk sammelten, während der Steuerzahler die Kosten übernehme.

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