35-Jähriger soll Freundin getötet und vergraben haben
Rostock - Mehrere Tage nach der Tat im Februar vergrub der Rostocker die Leiche der Frau nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft bei Rostock-Lichtenhagen in einem Wäldchen. Er ist wegen Totschlags und mehrfacher Vergewaltigung angeklagt. Das Urteil soll am 10. Dezember gesprochen werden.
Die Anklage warf dem Mann vor, die 32-jährige Frau, mit der er fünf Jahre lang zusammengelebt hatte, bereits am Silvesterabend gewürgt und vergewaltigt zu haben. Der Mann kam in Untersuchungshaft. Als er sich per SMS bei der Frau entschuldigt und sie ihm verziehen hatte, wurde er aus der Haft entlassen.
Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft lagen keine weiteren Gründe für eine Inhaftierung vor. Die Frau habe auch gesagt, dass sie keine Angst vor ihm habe und weiter mit ihm zusammenleben wolle. Anfang Februar kam es in der Wohnung der 32-Jährigen laut Anklage aber zum Streit, in dessen Verlauf der Mann die Frau mit einem Kissen erstickt haben soll.
Mitte März soll der 35-Jährige dann eine weitere Frau mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben. Wegen dieser Tat kam er erneut in Untersuchungshaft. Dort gestand er nach früheren Angaben seiner Anwältin auch die Tötung seiner Freundin. Die Anwältin kündigte an, dass ihr Mandant sich am zweiten Verhandlungstag zu den Vorwürfen äußern werde.
Wegen Vorstrafen war der Mann schon von 2002 bis 2009 im sogenannten Maßregelvollzug. Dabei geht es um die Unterbringung von psychisch kranken Straftätern zum Schutz der Bevölkerung und zur Therapie der Betroffenen. Diese Behandlung verlief nach damaligen Worten des Staatsanwalts positiv, so dass sie außer Vollzug gesetzt werden konnte.
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