Zwei Pandas aus China für München? Das sagen Tierpark und Bürgermeisterin
Von China inspiriert ist aktuell wohl nicht nur der Plan, dass der Tierpark zwei Pandas ausgeliehen bekommen soll. Auch die Auskunftsfreudigkeit ist groß. Die "tz" berichtete zuerst am Donnerstag unter Berufung auf ungenannte Quellen über den Neuzugang für Hellabrunn. Schon kommende Woche soll der Panda-Plan im Tierpark vorgestellt werden.
Bekommt der Tierpark Hellabrunn bald Pandas aus China?
Auf dieses Vorhaben angesprochen, reagiert der Tierpark kurz und knapp und bittet um Verständnis, "dass wir derzeit dazu keine Stellung nehmen können".
Und auch ein Anruf im Büro von Verena Dietl (SPD), der Dritten Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzenden des Tierparks, ist schnell beendet: "Kein Kommentar", heißt es von Dietls Sprecher auf AZ-Anfrage zu den Pandas, die nach München kommen sollen.

Im Sommer 2024 kam das Thema erstmals bei einer China-Reise des Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) auf. Die damalige Antwort des Tierparks auf die Nachfrage eines WDR-Journalisten: Der Tierpark habe "keine Pläne, dass es hier Pandabären gibt". Die seien auch "im Rahmen des langfristigen Masterplans nicht für Hellabrunn vorgesehen".
Die Antwort machte der Journalist nach der aktuellen Berichterstattung auf der Plattform "X" öffentlich. Ob sich daran seither doch etwas geändert hat, wird sich in den nächsten Tagen wohl zeigen.
Millionen-Leihe: So viel zahlt Berlin für seine Pandas
Auch wenn das an Bayerns Image kratzen mag: München wäre mit der Panda-Leihe längst kein Pionier in Deutschland. In der Hauptstadt ist man diesen Weg vor Jahrzehnten gegangen. Berlin pflegt nicht nur eine lange Städtepartnerschaft mit Peking. Der damalige West-Berliner Zoo bekam bereits 1980 sein erstes Pandapaar. 2017 ging der Weg der weichen Diplomatie mit Fernost weiter, mit einem neuen Pandapärchen und einem ganz neuen Gehege, dem Panda Garden.
So niedlich die Gaben aus Fernost auch aussehen: Sie sind ein gutes Geschäft für China – und für die Zoos. Sie sollen nicht nur das Image des kommunistischen Staates im Ausland stärken und den Weg für Wirtschaftsgespräche ebnen – die sogenannte Pandadiplomatie –, sondern auch die Geldbeutel. Für Meng Meng und Jiao Qing, so die Namen der Berliner Pandas, zahlt der dortige Zoo wohl eine Million US-Dollar – und zwar pro Jahr, die Leihgabe ist auf 15 Jahre gesetzt. Auch für den Nachwuchs, der übrigens weiterhin China gehört, fließt Geld nach Peking. In Berlin wurde inzwischen schon das zweite Pandaprächen geboren. Die Pandas selbst sorgen bereits für einen größeren Andrang an den Kassen in Berlin, Pandababys sorgen für neue Rekorde.
Übrigens: Wer gerne im Tierpark Hellabrunn Pandas sehen möchte, hat jetzt schon die Möglichkeit dazu: Die Roten Pandas haben in den letzten Jahren auch schon fleißig für Nachwuchs gesorgt.
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