Zwangsversteigerung: Schranne, die zweite!

Das Zwangsversteigerungs- verfahren für die Schrannenhalle ist wiederbelebt worden, im Mai könnte sie doch noch unter den Hammer kommen – zwei Bieter für das Problemobjekt gibt es schon.
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Die Schrannenhalle
Ronald Zimmermann Die Schrannenhalle

MÜNCHEN - Das Zwangsversteigerungs- verfahren für die Schrannenhalle ist wiederbelebt worden, im Mai könnte sie doch noch unter den Hammer kommen – zwei Bieter für das Problemobjekt gibt es schon.

Zurück auf Start: Jetzt läuft das Zwangsversteigerungsverfahren für die Schranne wieder. Im Mai soll das Problem-Objekt voraussichtlich doch noch unter den Hammer kommen – außer, der Hauptgläubiger überlegt es sich nochmal anders.

Die Versteigerung sollte schon einmal am 9. Dezember stattfinden, wurde im letzten Moment aber abgesagt. Seither ruhte das Verfahren. Jetzt bestätigte das Amtsgericht: „Am 3. Februar ist ein Fortsetzungsantrag eingegangen. Damit geht das Vollstreckungsverfahren wieder von vorne los.“

Konkret hat diesen Antrag die Deutsche Bank gestellt – sie war ursprünglich Hauptgläubigerin. Der niederbayerische Bauunternehmer Günther Karl aber sagt: „Das Ganze haben wir veranlasst.“ Er hat nach eigenen Angaben alle Forderungen der Deutschen Bank gekauft. Um sich die teure Gebühr für die Umschreibung zu sparen, sei der „Vollstreckungs-Titel“ jedoch nach dem Geschäft bei der Bank geblieben. „Sie handelt in unserem Auftrag“, versichert Karl. „Die Zwangsversteigerung ist der beste, sicherste und sauberste Weg, damit die Eigentumsverhältnisse endlich geklärt werden.“

Bei der Auktion dürfte theoretisch jeder mitsteigern, der das nötige Kleingeld hat. Der Verkehrswert der Schranne liegt bei 34 Millionen Euro. „Wahrscheinlich werden wir mitbieten“, erklärt Günther Karl. Doch nicht nur der Niederbayer lässt nicht locker. Auch die Hammer AG kündigt bereits an: „Wenn sich das Ganze nicht vermeiden lässt, werden wir natürlich mitsteigern.“ Trotzdem wäre der Firma, die das Erbbaurecht für die Halle erworben hat, ein anderer Weg lieber. Sie würde Günther Karl gerne auszahlen. „Wir versuchen seit geraumer Zeit zu erfahren, wie hoch seine Forderungen sind. Aber er sagt nichts.“

Ob im Mai tatsächlich eine Zwangsversteigerung Fakten und Klarheit schafft, wird sich zeigen. Das Verfahren kann jederzeit wieder ausgesetzt werden. Julia Lenders

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