Zukunft des Marienplatzes: Schokoladenhersteller plant Übernahme der Wormland-Filiale

Im November meldete der Herrenausstatter Wormland bereits zum zweiten Mal Insolvenz an. Wie die "SZ" berichtet, hat das nun Konsequenzen für die prominente Wormland-Filiale am Münchner Marienplatz. Sie soll für immer ihre Türen schließen. Offenbar ist die Sorge vor Ort schon eine Weile groß, denn an dem großen Eckhaus hängt bereits ein großes Banner mit der Aufschrift: "Wormland München muss bleiben!"
Angeblich soll ein Schweizer Schokoladenhersteller nachfolgen
Ob’s was bringt, ist jedoch fraglich. Gerüchten zufolge soll das Gebäude bereits vermietet sein. An dem weit über 1000 Quadratmeter großen Filetstück in der Münchner Innenstadt dürfte das Interesse besonders groß gewesen sein. Angeblich soll der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli der kommende Mieter sein. Eine Bestätigung des Unternehmens war bis Redaktionsschluss nicht zu bekommen.
Für OB-Kandidat Clemens Baumgärtner (CSU) ist noch nichts verloren. Er hat sich vorgenommen, den Laden zu retten. "Bei Wormland arbeiten Menschen zum Teil seit 30 Jahren", erzählt er der AZ. Das Insolvenzverfahren sei noch nicht abgeschlossen. Vielleicht findet sich ja ein Bieter. Ein weiterer Großkonzern im Eckhaus am Marienplatz würde ihm nicht gefallen, sagt Baumgärtner: "So wird die Münchner Innenstadt austauschbar und gesichtslos."
Ein bisserl Zeit ist noch: Nach AZ-Informationen läuft der Mietvertrag ohnehin noch bis 2027.
Der Wormland-Betrieb läuft weiter
Aktuell läuft der Wormland-Betrieb weiter. Im Schaufenster lockt der Herrenbekleider mit saftigen Prozenten.
Theo Wormland gründete das auf Männermode spezialisierte Unternehmen bereits im Jahr 1935 in Hannover. Später folgten Filialen in Köln und München. Was mit den Mitarbeitern passiert, ist noch unklar.