Zu wenige Rückzugsflächen: Stadt will mehr Schulhöfe für Kinder und Jugendliche öffnen

Neben den Schulhöfen sollen auch Schulsportplätze zukünftig vermehrt der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Das sieht ein Konzept des Bildungsausschusses des Stadtrats vor.
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Da es im Stadtgebiet immer weniger frei bespielbare Flächen für Kinder und Jugendliche gibt, denkt man im Bildungsausschuss darüber nach, mehr Schulhöfe für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. (Symbolbild)
Da es im Stadtgebiet immer weniger frei bespielbare Flächen für Kinder und Jugendliche gibt, denkt man im Bildungsausschuss darüber nach, mehr Schulhöfe für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. (Symbolbild) © Uwe Anspach/dpa

München - Der Bildungsausschuss des Stadtrats hat das Thema am Donnerstag in seiner Videokonferenz diskutiert, in der Vollversammlung am 19. Januar soll das Konzept beschlossen werden: Die Stadt möchte mehr Schulhöfe und Schulsportplätze in München für die Allgemeinheit öffnen.

Sechs Münchner Stadtbezirke sind noch ohne geöffneten Schulhof

Ziel sei es, gerade in den dicht besiedelten Innenstadtbereichen zusätzliche Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten sowie Rückzugsflächen für Kinder und Jugendliche zu schaffen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

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Derzeit sind etwa 25 Schulhöfe in 19 Stadtbezirken geöffnet, teilweise jedoch nur an einzelnen Tagen unter der Woche und nicht am Wochenende oder in den Ferien. In sechs Stadtbezirken ist noch überhaupt kein Schulhof für die Allgemeinheit zugänglich.

In der Innenstadt sollen auch pädagogisch betreute Maßnahmen greifen

Das Referat für Bildung und Sport beabsichtigt, mittelfristig in jedem Stadtbezirk mindestens zwei Schulhöfe zu öffnen – im Bereich der Innenstadt sogar möglichst drei Schulhöfe je Stadtbezirk.

"Insbesondere dort soll nach Möglichkeit in Kooperation mit dem Sozialreferat eine Öffnung der Schulhöfe zudem mit pädagogisch betreuten Angeboten verknüpft werden, um die Attraktivität der Maßnahmen zu erhöhen", heißt es.

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Öffnung von Schulhöfen: "Die Entscheidung fällt immer im Einzelfall"

Schulhöfe bieten die Gelegenheit, Freunde zu treffen und sind für die Kinder bekannte Aufenthaltsorte, argumentiert der Ausschuss. Der Weg dorthin sei als Schulweg vertraut, das Umfeld auch bei Eltern als sicherer Ort anerkannt.

Die Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl begrüßt das Konzept. (Archivbild)
Die Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl begrüßt das Konzept. (Archivbild) © Daniel von Loeper

Da es im Stadtgebiet immer weniger frei bespielbare Flächen für Kinder und Jugendliche gebe, habe die Bereitstellung von schulischen Flächen für die Allgemeinheit enorm an Bedeutung gewonnen. Ziel ist es, die Schulhöfe für Kinder bis zum 13. Lebensjahr, die Schulsportplätze für Kinder und Jugendliche bis zum 17. Lebensjahr zu öffnen.

"Gerade während der Corona-Pandemie haben insbesondere Kinder und Jugendliche oft harte Kontakteinschränkungen hinnehmen müssen", begrüßt die Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) den Vorstoß. "Schulhöfe bieten Gelegenheit, Freunde zu treffen und schaffen wichtige Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche."

Grundsätzlich soll jeder Schulhof geöffnet werden können, Schulhöfe von neu in Betrieb genommenen Grundschulen sollen sogar automatisch in diese Richtung geplant werden. "Die Entscheidung fällt aber immer im Einzelfall nach einer Prüfung der konkreten Gegebenheiten und in Abstimmung mit der Schulfamilie", heißt es in der Mitteilung.

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