Zu laut, zu gefährlich: Ärger am Kolumbusplatz

Am Kolumbusplatz ist es zu laut. Anwohner fordern, dass die Bänke entfernt werden.
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Rund um die Pilgersheimer Straße kommt es zu Konflikten mit Anwohnern.
Sigi Müller Rund um die Pilgersheimer Straße kommt es zu Konflikten mit Anwohnern.

München - Während alle drinnen hocken mussten, war das Problem am Kolumbusplatz nicht so groß. Doch mit den Lockerungen und den sommerlichen Temperaturen schwillt der Lärm wieder an.

Schuld am Treffpunkt, da sind sich einige Anwohner sicher: die Sitzbänke und der Wlan-Hotspot. Immer wieder ist der Kolumbusplatz in den Bezirksausschüssen Untergiesing-Harlaching und Au-Haidhausen Thema. Den U-Bahnhof nutzen Bewohner beider Bezirke gleichermaßen, auch wenn sich der Platz eigentlich auf Auer Gemarkung im Viertel Kronepark befindet. Die Beschwerden sind hüben wie drüben dieselben: Es sei zu laut und "zwielichtige Gestalten" trieben sich herum.

Bereits 2016 vermuteten Anwohner, dass auf dem Kolumbusplatz mit Drogen gehandelt werde. Explizit ging es aber nicht gegen eine langjährige Jugendeinrichtung unweit der Stelle. Vielmehr fällt den Bewohnern immer wieder auf, wie Alkohol und andere Substanzen auf dem Platz unweit der Pilgersheimer Brücke konsumiert werden.

Drogenszene trifft sich an der Brücke

Die Polizei und städtische Mitarbeiter werden seit Jahren mit den Beschwerden der Anwohner konfrontiert. Dutzende Briefe haben Bewohner der städtischen Wohnanlage Gewofag an die Stadt geschrieben. Ab und zu werden sie auch einmal vorstellig bei der Polizei, um verschütt gegangene Drogenpakete abzugeben.

Das Allparteiliche Konfliktmanagement (Akim) ist regelmäßig zu Gast am Kolumbusplatz, offenbar mit nur mäßigem Erfolg. Seit einiger Zeit gibt es einen weiteren Streitpunkt. Die Stadtwerke haben einen kostenlosen Zugang zum Internet auf dem Platz eingerichtet – einen sogenannten Wlan-Hotspot. Seit man dort kostenlos surfen könne, eskaliere die Situation weiter, heißt es in einem Bürgerschreiben an den Bezirksausschuss Au-Haidhausen (BA).

Verzweifelt werden in dem Brief drastische Maßnahmen gefordert, nämlich dass die vorhandenen Sitzbänke rund um den Platz wieder abgebaut werden. Das hat der BA einstimmig abgelehnt. Die Mediatoren von Akim werden (mal wieder) zum Kolumbusplatz geschickt, um zu schlichten.

Lesen Sie hier: Gift in Getränkeflaschen - Gibt es noch mehr Opfer?

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