Zschäpe-Aussage: Termin weiter in der Schwebe

Im Münchner NSU-Prozess ist weiter unklar, wann die Hauptangeklagte Beate Zschäpe mit ihrer angekündigten Aussage beginnen kann.
| dpa
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Beate Zschäpe mit ihrem vierten Anwalt, Mathias Grasel.
dpa Beate Zschäpe mit ihrem vierten Anwalt, Mathias Grasel.

München - Eine Sprecherin des Münchner Oberlandesgerichts teilte am Donnerstag mit, dass über einen Befangenheitsantrag gegen alle fünf Richter des Senats noch nicht entschieden sei. Dies könne bis Dienstagfrüh dauern. Für diesen Tag hat das Gericht die Fortsetzung des Prozesses geplant, mutmaßlich mit Zschäpes Aussage.

Zschäpe wollte ursprünglich diesen Mittwoch eine "umfassende" Erklärung über ihre Rolle beim "Nationalsozialistischen Untergrund" sowie ihr Wissen über die Serie von zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen verlesen lassen. Ihr Anwalt Mathias Grasel kündigte außerdem an, dass Fragen des Senats beantwortet würden, wobei er offenließ, ob von Zschäpe persönlich oder von ihm.

Lesen Sie hier: Fünfter Anwalt will Zschäpe auch im Gericht vertreten

Noch nicht entschieden ist außerdem über einen Antrag der drei ursprünglichen Verteidiger Zschäpes, den Juristen Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm. Sie hatten erneut ihre Abberufung aus dem Verfahren verlangt. Nach Auskunft der Gerichtssprecherin kann der Senat darüber aber erst befinden, wenn vorher ein anderer Spruchkörper über den Befangenheitsantrag entschieden hat.

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