Zoff beim CSD: 39 Münchner Wirte müssen Freischankflächen räumen
Zigtausende Menschen werden von Freitag bis Sonntag beim Christopher Street Day (CSD) auf der "Pride Mile" entlang der Ludwigstraße zwischen Odeonsplatz und Siegestor ihre Diversität feiern. Wer allerdings nicht davon profitiert, sind etliche Münchner Gastrobetriebe.
Offenbar müssen gleich 39 Wirtschaften auf der CSD-Feierroute ihre Freischankflächen kurzfristig räumen, und zwar schon seit Donnerstagnacht bis Montag um 15 Uhr.
Das bringt die Wirtinnen und Wirte massiv auf. "Münchens Gastgeber dürfen nicht die Verlierer des CSD sein", kritisiert Christian Schottenhamel, München-Chef des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga. "Wer Jahr für Jahr die Besucher unserer Stadt bewirtet, Arbeitsplätze schafft und für gelebte Gastfreundschaft sorgt, verdient mehr Planungssicherheit und Wertschätzung."

"Das ist eine erhebliche Einschränkung"
Was den Verband doppelt ärgert: Die betroffenen Betriebe seien erst letzte Woche darüber informiert worden, erklärt der Dehoga in einer Mitteilung. Das sei eine "erhebliche Einschränkung ihrer Geschäftstätigkeit an einem der besucherstärksten Wochenenden des Jahres". Von der Stadt sei letztes Jahr angekündigt worden, dass die Bedingungen für die Wirte verbessert werden sollen. "Umso irritierender", sei nun die Pflicht zur vollständigen Räumung der Freischankflächen, sagt Schottenhamel.
"Gelingt nur mit den Betrieben, nicht gegen sie"
Der Dehoga betont, dass er den CSD und dessen Botschaft von Offenheit, Vielfalt und einem respektvollen Miteinander unterstütze. "Diese Grundsätze sollten auch im Umgang mit den Münchner Gastgeberinnen und Gastgebern gelten." Großveranstaltungen wie der CSD "gelingen nur gemeinsam mit den Betrieben vor Ort und nicht gegen sie."
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