Zeugenaufruf: Rassist pöbelt in Münchner U-Bahn-Station Frau aus Syrien an

Die Münchner Polizei fahndet nach einem unbekannten Mann, der am Mittwochabend im U-Bahnhof Josephsplatz in der Maxvorstadt eine in München lebende 42 Jahre alte Frau aus Syrien angepöbelt, rassistisch beleidigt und zudem auch angegriffen hat.
Die Münchnerin wollte nach Polizeiangaben gegen 19.30 Uhr zur U-Bahn. Dabei wurde sie von einem Fremden verfolgt. Der Mann beschimpfte sie fremdenfeindlich als "Terroristin" und nannte die Syrerin auch eine "Rassistin".
Täter verfolgt das Opfer durch Bahnhof
Die 42-Jährige versuchte, auf Distanz zu dem Rassisten zu gehen. Als sie unten am Bahnsteig in den Waggon der U-Bahn steigen wollte, versuchte der Fremde, sie aufzuhalten. Nach Angaben einer Polizeisprecherin zog er sie zurück und griff nach der Handtasche der Frau. Der 42-Jährigen gelang es, ihre Handtasche festzuhalten. Der Angreifer gab auf und flüchtete.
Das Opfer bat einen Zeugen, den Polizeinotruf zu verständigen. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem unbekannten Täter blieb ohne Erfolg. Die Einsatzkräfte trafen in der U-Bahn-Station nur noch die 42-Jährige an. Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Dabei werden auch die Aufnahmen der Sicherheitskameras im U-Bahnhof ausgewertet.
Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, 35 Jahre alt, 1,80 Meter groß, schlank; schwarzes Leinenshirt, blaue kurze Hose und ein Tribal-Tattoo am linken Arm, das nicht näher beschrieben ist.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der U-Bahnhaltestelle Josephsplatz Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen
Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.