Zeche geprellt: Tänzerin (28) randaliert auf Polizeiwache

Wegen 11,10 Euro schlägt und beleidigt eine Zechprellerin Polizisten. Am Montag begann der Prozess.
| John Schneider
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Die Tänzerin auf der Anklagebank: Sie soll Polizistinnen verletzt haben.
jot Die Tänzerin auf der Anklagebank: Sie soll Polizistinnen verletzt haben.

München - Es ist nicht das erste Mal, dass Paola F. (28, Name geändert) die Zeche prellt. Die ehemalige Table-Dance-Tänzerin ist einschlägig bekannt, als sie am 28. Oktober vergangenen Jahres in einem Café am Marienplatz Platz nimmt. Sie bestellt Getränke im Wert von 11,10 Euro. Doch bezahlen kann sie wieder nicht.

Doch es kommt schlimmer. Viel schlimmer. Als die Tänzerin wegen der Zechprellerei zur Wache gebracht wird, rastet sie aus. Die Polizisten werden mit üblen Beleidigungen überzogen. Gegen eine Durchsuchung wehrt sich die 28-Jährige mit Händen und Füßen. Laut Anklage tritt sie eine Polizistin gegen die Innenseite des rechten Knies, eine andere Polizistin soll von einem Tritt am Unterschenkel getroffen worden sein. Beide Frauen erleiden Prellungen und Hämatome.

Lesen Sie hier: Eine Blutgrätsche landet vor Gericht

Die Mutter der Angeklagten berichtete im Prozess am Montag von schwierigen Phasen im Leben der Tochter. Die damals Vierjährige musste mitansehen, wie sich Vater und Mutter trennten. Sie und ihre Schwester blieben beim Vater. Doch der soll sie später geschlagen haben.

Die Mutter bekam aber auch selber Probleme mit ihrer Tochter, musste sie aus ihrer Wohnung schmeißen, weil diese sie wohl im Drogenwahn immer wieder bezichtigte, sie zu vergiften. Doch Paola F. bekam ärztliche Hilfe und erholte sich von ihren Wahnvorstellungen. Auch von ihrer Drogenclique hält sich die 28-Jährige nach eigenen Angaben jetzt fern. "Jetzt ist sie wieder mein Kind", erklärt die Mutter. Die junge Frau ist wieder bei ihr eingezogen. Auch ihr Freund habe sich um Paola F. verdient gemacht, sie im Krankenhaus immer wieder besucht. "Hut ab!", sagt die Mutter.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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