Zahlreiche Einbrüche in München: Zwei Tatverdächtige in U-Haft, ein Mann flüchtig

Der Münchner Polizei ist es gelungen, den Tatverdächtigen insgesamt zwölf – vollendete und versuchte – Wohnungseinbrüche im Zeitraum von Januar 2025 bis 9. Februar 2026 in München zuzuordnen. Zwei Männer im Alter von 24 und 25 Jahren wurden im nordrhein-westfälischen Krefeld festgenommen. Einem 31-jährigen Komplizen gelang die Flucht.
Letzter bekannter Einbruch im Februar in Bogenhausen
Zuletzt war es in Berg am Laim, Giesing, Harlaching und Nymphenburg vermehrt zu Einbrüchen und Diebstählen gekommen, so auch zwischen Samstag (18. Januar) und Dienstag (21. Januar 2025) sowie zwischen Mittwoch (4. Februar) und Freitag (6. Februar) in zwei Wohnungen in Bogenhausen.
"Der oder die bis dato unbekannten Täter drangen gewaltsam in die Wohnungen ein, durchsuchten jeweils die Räume nach Wertgegenständen und flüchteten im Anschluss unter Mitnahme von Wertgegenständen in unbekannte Richtung", teilte die Polizei dazu mit.
Spuren führen zu drei chilenischen Tatverdächtigen
In beiden Fällen habe die Münchner Kriminalpolizei "umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen an den Tatorten" durchgeführt und das Kommissariat 51 die weiteren Ermittlungen übernommen: "Hierdurch war es möglich, mittlerweile drei chilenische Tatverdächtige zu identifizieren."
Auf Initiative des Kommissariats 51 seien am Donnerstag, 5. März gegen 20.30 Uhr die ermittelten Tatverdächtigen in Krefeld lokalisiert worden. Weitere Ermittlungen der dortigen Polizei ergaben demnach, dass die Tatverdächtigen für einen vollendeten und einen versuchten Wohnungseinbruchdiebstahl in Düsseldorf am selben Tag verantwortlich sind.
Untersuchungshaft für zwei Festgenommene, nach 31-Jährigem wird gefahndet
Bei der vorläufigen Festnahme "gelang es den Tatverdächtigen, zunächst mit einem Cupra Pkw und in der Folge zu Fuß zu fliehen", heißt es weiter. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen sei auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt worden, schließlich seien der 24- und der 25-Jährige gefasst worden. Dem 31-Jährigen gelang den Angaben zufolge die Flucht.
Ob die Tatverdächtigen in NRW oder in München vor Gericht landen, steht noch nicht fest
In besagtem Pkw stießen die Polizeibeamten auf Wertgegenstände aus dem zuvor begangenen Einbruch in Düsseldorf, in einer in Krefeld genutzten Unterkunft stellten sie weiteres Beweismaterial sicher. Gegen den 24- und den 25-Jährigen erging inzwischen Haftbefehl. Die Männer sitzen in Nordrhein-Westfalen in U-Haft. Ob sie sich in NRW oder in München vor Gericht verantworten müssen, ist derzeit noch nicht klar.
Seit 2025 wurden in München immer wieder Einbrüche verübt, die chilenischen Banden ("Touri-Banden") zugerechnet werden. Die Täter reisen oft mit Touristenvisa ein und können sich dann legal drei Monate in Deutschland aufhalten. Die Münchner Polizei hat die Ermittlungsgruppe "Muesca" eingerichtet.
Festnahmen in München: Etliche der Inhaftierten kommen aus Santiago de Chile
Muesca ist Spanisch und bedeutet so viel wie Scharte oder Kerbe. Das ist eine Anspielung auf die eher rustikale Vorgehensweise der Dämmerungseinbrecher, die oft mit Brech- oder Stemmeisen Terrassentüren und Fenster aufhebeln.
In München wurden über ein Dutzend Verdächtige in den vergangenen Monaten festgenommen. Etliche der Inhaftierten kommen aus Santiago de Chile, der Hauptstadt des südamerikanischen Andenstaats. Bei den zwölf Einbrüchen, die dem Trio zur Last gelegt werden, entstand ein Gesamtsachschaden von über 100.000 Euro an den Gebäuden oder Wohnungen. Dazu kommt der Beuteschaden, meist handelte es sich um Bargeld und Schmuck in Höhe von insgesamt mehr als 200.000 Euro.