World Cleanup Day: Ein Surfbrett aus 3.500 Zigarettenstummeln

Beim World Cleanup Day befreien jedes Jahr Menschen weltweit ihre Städte, Parks und Strände vom Müll, über 1.000 Münchner waren diesmal dabei. Im Englischen Garten sorgte ein Surfbrett aus Zigarettenstummeln für Aufsehen.
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Manuel Stecher weiht auf dem Eisbach das "WAU Cigarette Board" ein.
Manuel Stecher weiht auf dem Eisbach das "WAU Cigarette Board" ein. © rehab republic

München - Gemeinsam gegen den Müll: Am Samstag sammelten über 1.000 Münchner an 30 verschiedenen Orten in der Stadt Unrat. Anlass war der jährliche World Cleanup Day.

World Cleanup Day:  Münchner Hotspot Englischer Garten

Zum zentralen Münchner Cleanup im Englischen Garten - organisiert von "rehab republic" und dem Team von "World Cleanup Day Germany" - kamen etwa 100 Menschen.

Dort weihte Surf- und SUP-Profi Manuel Stecher auf dem Eisbach das "WAU Cigarette Board" ein – es entstand aus 3.500 der insgesamt 12.000 (!) Kippenstummeln, die beim Cleanup 2019 im Englischen Garten gesammelt worden waren.

Alexander Schwainberger, Inhaber von "WAU Surfboards, sagte über die Aktion mit dem Recycling-Surfboard: "Wir experimentieren viel mit ökologischen Materialien und mit Recycling. Das mit den Kippenstummeln war aber mal wieder ein neues Abenteuer für uns. Wir sind glücklich, dass Manuel damit so gut zurechtgekommen ist."

Auf der ganzen Welt setzen jedes Jahr am 3. Samstag im September Millionen Menschen ein Zeichen für saubere Städte, Flüsse und Meere.
Auf der ganzen Welt setzen jedes Jahr am 3. Samstag im September Millionen Menschen ein Zeichen für saubere Städte, Flüsse und Meere. © rehab republic

Das Zigarettenbrett fahre sich super, meinte Stecher: "Dass die Zigaretten im Board alle aus dem Englischen Garten stammen, ist natürlich tragisch. Ich hoffe, wir können mit solchen Aktionen etwas in den Menschen bewegen. "

Die Wassersportler müssten allerdings auch bei sich selbst anfangen: "Zum Beispiel sind viele Boards in der Herstellung extrem umweltschädlich. Da gibt es Alternativen, die müssen wir voranbringen."

Das Surfbrett entstand aus 3.500 Zigarettenstummeln.
Das Surfbrett entstand aus 3.500 Zigarettenstummeln. © rehab republic

Die Münchner organisierten am Samstag etwa 30 dezentrale Müllsammelaktionen im ganzen Stadtgebiet. Im Englischen Garten an der Eisbachwelle  schwärmten über den Tag verteilt mehr als 100 Menschen aus.

"Insgesamt haben wir hier etwa 3.000 Liter Müll gesammelt, darunter 2.000 Kronkorken und tausende Zigarettenstummel. Alle Sammlerinnen und Sammler haben ihren Müll an unserer Station nach Müllsorten getrennt. Zum Glück hat die AWM uns einen Container für den Restmüll zur Verfügung gestellt und ihn am Ende abgeholt" sagte Marlen Elders aus dem Organistoren-Team von  "rehab republic".

In München gab es etwa 30 dezentrale Müllsammelaktionen im ganzen Stadtgebiet.
In München gab es etwa 30 dezentrale Müllsammelaktionen im ganzen Stadtgebiet. © rehab republic

Auch die Münchner Stadtverwaltung schenken dem Thema Kleinstmüll zunehmend Aufmerksamkeit: Oberbürgermeister Dieter Reiter ist Schirmherr des World Cleanup Day in München, er will München zu einer "Zero Waste City" machen.

München und das Problem aufgerauchter Kippenstummel

Auf der ganzen Welt setzen jedes Jahr am dritten Samstag im September Millionen Menschen ein Zeichen für saubere Städte, Flüsse und Meere. Dieses Jahr machten in Deutschland etwa 83.000 Menschen in über 1.200 dezentral organisierten Cleanups mit.

Marlen Elders: "München als Heimat von Isarstrand und Eisbachwelle darf da auf keinen Fall fehlen. Denn Müll einfach in die Gegend zu schmeißen ist bei uns zwar gesellschaftlich geächtet – paradoxerweise aber gilt das für aufgerauchte Kippenstummel nicht."

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