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Wohnungspolitik für Senioren: Mehr Mut, bitte!

AZ-Lokalchef Felix Müller über die Münchner Wohnungspolitik für Senioren.
| Felix Müller
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Die teuersten Wohnungen der Stadt - im Luxusturm "The Seven" an der Müllerstraße - wurden erbaut auf einem zuvor städtischen Gelände, verkauft ohne Rücksicht auf Verluste zum Höchstpreis. Eine wohnungspolitische Sünde der Christian-Ude-Jahre. Inzwischen wäre sowas unvorstellbar. Im Rathaus hat man die Dramatik am Wohnungsmarkt endgültig erkannt, schaut genau hin, was auf den letzten freien städtischen Flächen entsteht. 

Mietwohnung in München: Senioren haben es besonders schwer

Natürlich ist es richtig, wenn man sich endlich auch mehr den Senioren zuwendet, die es besonders schwer haben, eine Wohnung zu finden - etwa nach Eigenbedarfskündigungen oder wenn sie es nicht mehr ohne Lift in den vierten Stock schaffen.

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13,50 Euro kalt: Zu hoher Mietpreis?

Und doch fragt man sich auch jetzt wieder: Warum nicht gleich mehr? Warum legt die Stadt auf städtischen Arealen "nur" zu 60 Prozent fest, wer einziehen soll? Warum bauen dort überhaupt private Investoren mit? Warum schafft es die Stadt nicht, dass in ihren eigenen Wohnungsgesellschaften mit dem sehr großen Bestand mehr Senioren an Wohnungen kommen? Über all das täte jetzt eine Debatte gut. Und auch der vermeintlich niedrige Mietpreis muss den Praxistest erst bestehen. Denn 13,50 Euro kalt sind für viele jener, die Grün-Rot eigentlich im Blick hat, vermutlich nicht zu bezahlen.

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