Wo München am narrischsten ist

Die Abendzeitung präsentiert den Stadtplan des Faschings: Soviel sei verraten: Im Norden und Westen Münchens geht’s am lustigsten zu. Allerdings: Faschings-Herzog Kasimir bevorzugt einen ganz besonderen Ort der Lustigkeit.
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Gruppenbild mit OB: Rathaus-Empfang für Münchens Faschingsprinzessinnen
az Gruppenbild mit OB: Rathaus-Empfang für Münchens Faschingsprinzessinnen

Die Abendzeitung präsentiert den Stadtplan des Faschings: Soviel sei verraten: Im Norden und Westen Münchens geht’s am lustigsten zu. Allerdings: Faschings-Herzog Kasimir bevorzugt einen ganz besonderen Ort der Lustigkeit.

Es gibt Stadtteile, die sind besonders grün. Stadtteile, die sind besonders zugeparkt. Und Stadtteile, die sind besonders sauber. Doch welcher Münchner Stadtteil ist eigentlich besonders lustig? Die Altstadt, weil im Rathaus so viele Narren ihr Unwesen treiben? Die Maxvorstadt, weil dort der Zug der Damischen Ritter endet? Oder doch eher Bogenhausen, weil man sich dort über so manchen Promi so richtig lustig machen kann?

Alles falsch: Wirklich narrisch ist München laut einer AZ-Umfrage dort, wo es kaum einer erwartet hätte: Im Norden und Westen unserer Stadt. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie sich doch mal an, woher Münchens Narren so alle kommen. Die meisten haben ihre Heimat nicht im Lehel oder der Au, sondern in Münchens nördlichen Stadtteilen wie Moosach (130 Narren), Harthof (30 Mitglieder) und Oberföhring (300 Narren).
Fast die Hälfte aller Faschings-Fans kommen von hier – und die feiern jetzt besonders kräftig.
Allerdings ist auch der Westen eine närrische Hochburg. Hier haben unter anderem die Würmesia und die Narren vom Faschingsclub Laim ihren Sitz. Besonders viele Narren (rund 130) kommen zudem aus Neuhausen.

Und auch die (nördlich gelegene) Faschingsgesellschaft Hasenbergl bezieht überraschenderweise etwa die Hälfte ihrer rund 70 Mitglieder aus dem Westen (wobei mit Patrizia I. zumindest die Prinzessin vom Hasenbergl kommt).
Ganz neu auf der Landkarte des narrischen Treibens ist heuer Sendling. Rund 40 Mitglieder zählt die erst im vergangenen Jahr gegründete Faschingsgesellschaft. Die Tendenz ist steigend.
Aber auch im Osten wird gefeiert. Vor allem in Haidhausen geht’s narrisch zu. Hier hat unter anderem die Würmesia besonders viele Mitglieder, wobei Prinz Ahli I. allerdings aus Unterhaching und Prinzessin Ranjana I. aus Franken kommen.

Münchens größte Faschingsgesellschaft, die Narrhalla, bezieht dagegen wie die Damischen Ritter ihre Narren-Schar aus dem gesamten Stadtgebiet, mit leichter Ballung in Schwabing.
Das Epizentrum der Lustigkeit lag am Freitag trotzdem in der Altstadt. Dort empfing der Oberbürgermeister zum Start des Münchner Faschings am Vormittag die Gesellschaften – und freute sich über die vielen Orden, die er dabei bekam: "Wenn ein Oberbürgermeister während des Faschings stirbt, wird er wohl nicht beerdigt, sondern geschreddert", scherzte Christian Ude.
Dennoch gab’s am Freitag auch von Herzog Kasimir einen Orden: "Wer in München OB werden will, der muss schließlich damisch sein", sagte Walter Lindermeier, der auch OB-Kandidat Seppi Schmid auszeichnete.
Und wo ist München für Kasimir am lustigsten? "Auf dem Waldfriedhof.“ Na, wenn er meint . . .
Daniel Aschoff

2,6 Kilometer lang durch die Stadt

Münchens neuer Zug – so lang war er noch nie! Auf einer Strecke von 2,6 Kilometer wird der Gaudiwurm der Damischen Ritter am 27. Januar durch München ziehen. "Der Zug ist damit doppelt so lang wie noch im vergangenen Jahr", sagt Zug-Organisator Christian Plank. Möglich macht es der Umweg, den die Narren wegen der Gedenkfeiern für die Opfer des Nationalsozialismus in Kauf nehmen müssen.
Statt am Platz der Opfer des Nationalsozialismus vorbeizuziehen, fahren die Narren jetzt vom Odeonsplatz zum Siegestor, dann in die Theresienstraße und auf der Barer Straße zurück auf die eigentliche Route. Der Zug endet wie geplant am Stiglmaierplatz.
Oberbürgermeister Christian Ude lobte die einvernehmliche Lösung: "Dadurch kann jeder auch den Gedenktag begehen, wie er will."
DA

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