Wo man in München jetzt Eis vom Drei-Sterne-Koch probieren kann

Gourmet-Genüsse von einem Drei-Sterne-Koch: Für die meisten Menschen bleibt das ein unerfüllter (und unbezahlbarer) Traum. Umso außergewöhnlicher ist es, dass man jetzt zumindest eine Kreation, eine süße, von Münchens Küchenkünstler Jan Hartwig, der zu den weltbesten Köchen zählt, zum verhältnismäßig kleinen Preis von 8,90 Euro genießen kann.
In der Ballabeni-Eisdiele im Lehel (Triftstr. 4) gibt es ab heute ein Spaghettieis der Sonder-Klasse – entstanden in Kooperation von Drei-Sterne-Koch Jan Hartwig (Restaurant Jan) mit den Eisspezialisten rund um eine exklusive und erst in den letzten Jahren wiederentdeckte, sehr empfindliche Erdbeersorte: die hocharomatische Mieze Schindler, gezüchtet anno 1925 von Otto Schindler, benannt nach seiner Frau "Mieze" und nur wenige Tage im Jahr erntereif.
Nostalgie umweht auch das Spaghettieis von Jan Hartwig: "Das ist für mich eine wunderschöne Kindheitserinnerung!", sagte er gestern bei der Präsentation.

Diese fand im Rahmen des 20. Ballabeni-Geburtstags statt, zu dem Alberto Ballabeni mit seinem Team heuer im Jubiläumsjahr immer wieder mal für eine raffinierte Eiskreation sorgt und hierfür kulinarische Kindheitserinnerungen von Freunden und Mitarbeitern sammelt.
Für das Luxus-Spaghetti-Eis hat Hartwig, der letztes Jahr bereits ein Mieze-Schindler-Erdbeereis kreiert hatte, aus 40 Kilogramm der kleinen kostspieligen Früchte eine Feinschmeckersauce hergestellt. Mit speziell verfeinertem Vanilleeis und hochwertiger weißer Schokolade entsteht dann das Spaghetti-Eis de luxe.
"Es ist streng limitiert"
Wer dieses probieren will, sollte schnell sein: "Es ist streng limitiert", wie Ballabeni sagt. Wenn Hartwigs Sauce aufgebraucht ist, ist es vorbei mit dem Drei-Sterne-Eisbecher. Schließlich gibt’s heuer auch keine weitere Mieze Schindler.
Das macht das Spaghetti-Eis besonders – wie überhaupt vieles, das begrenzt ist und nicht immer zur Verfügung steht. "So freue ich mich zum Beispiel jedes Jahr immer sehr auf den ersten Spargel, auf Rhabarber oder Steinpilze. Das hat doch einen ganz besonderen Reiz", sagte Hartwig der AZ.

Erst vor drei Wochen ist er in Frankfurt bei der diesjährigen Zeremonie der Feinschmeckerbibel Guide Michelin erneut mit der Höchstbewertung von drei Sternen ausgezeichnet worden. Ist diese Ehrung für ihn immer noch etwas Besonderes? Hartwig nickt: "Ja, natürlich! Diese Besonderheit geht nicht verloren! Das ist eine extrem tolle Bestätigung für harte Arbeit und sehr motivierend!"