Wildbiesler mit über drei Promille in München gerettet

Der Mann hatte einen ordentlichen Rausch und musste immer wieder zur Toilette. Weil er aber keine fand, sprang er am Bahnhof Donnersbergerbrücke mehrmals ins Gleis, um sich zu erleichtern. Bauarbeiter brachten den 21-Jährigen in Sicherheit. Stunden vorher sorgte bereits ein Italiener für Ärger im Gleisbereich.
Ralph Hub
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Andre Wagner
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Das Blaulicht eines Einsatzfahrzeugs der Polizei Hannover leuchtet an einer Einsatzstelle. (zu dpa: «Festnahme nach Unfall mit Kind - versuchter Mord?») +++ dpa-Bildfunk +++
Das Blaulicht eines Einsatzfahrzeugs der Polizei Hannover leuchtet an einer Einsatzstelle. (zu dpa: «Festnahme nach Unfall mit Kind - versuchter Mord?») +++ dpa-Bildfunk +++ © Moritz Frankenberg

In der Nacht auf Freitag war ein 21-jähriger Ukrainer am Bahnhof Donnersbergerbrücke unterwegs. Weil der junge Mann völlig betrunken war, musste er immer wieder auf die Toilette. Doch die fand er in seinem Zustand nicht. Deshalb sprang er auf die Gleise und verrichtete dort seine Notdurft.

Bauarbeiter, die zu dieser Zeit im Gleisbereich arbeiteten, sahen den 21-Jährigen und brachten ihn aus dem Gefahrenbereich i Sicherheit. Die Arbeiter hielten den Ukrainer bis zum Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte der Bundespolizei fest.

Über drei Promille und Drogen

Da der 21-Jährige keine Ausweisdokumente mit sich führte, nahmen ihn die Beamtinnen und Beamten zur Identitätsfeststellung mit zur Dienststelle in der Denisstraße. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,09 Promille. Auch ein freiwilliger Drogenschnelltest schlug positiv an.

Nacht in der Zelle

Die restliche Nacht verbrachte der Mann in einer Ausnüchterungszelle. Immerhin hatte die eine Toilette. Nach einer mehrstündigen Ausnüchterung konnte der junge Mann nach Angaben der Bundespolizei gegen 5 Uhr morgens die Dienststelle als freier Mann wieder verlassen. Die Bundespolizei hat gegen ihn ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des unbefugten Betretens einer Bahnanlage eingeleitet.

Betrunkener läuft über Gleise und greift DB-Mitarbeiter an

Bereits einige Stunden vorher musste die Bundespolizei eine andere Person von den Gleisen holen, die sich dort unerlaubterweise aufhielt, diesmal zwischen den S-Bahn-Haltepunkten Hirschgarten und Laim.

Am Donnerstagabend, gegen 20.30 Uhr, war ein 35-jähriger Triebfahrzeugführer mit einem ICE auf einer Rangierfahrt in Richtung eines Abstellgleises unterwegs. Plötzlich erkannte der 35-Jährige einen Mann im Gleisbereich, gab einen Achtungspfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Da der Zug zu diesem Zeitpunkt noch recht langsam unterwegs war, kam er – nach wenigen Metern – rechtzeitig vor dem Mann zum Stehen. Bei ihm handelte es sich um einen 31-jährigen Italiener ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Italiener bereits polizeibekannt

Der kam plötzlich zu Fall und stürzte auf die Gleisstränge, sodass er für den Triebfahrzeugführer nicht mehr zu sehen war. Er begab sich auf die Suche nach dem Italiener, fand diesen neben den Gleisen liegend vor und sprach ihn an. Nachdem der 31-Jährige zunächst keine Reaktion zeigte, sprang er auf einmal auf und versuchte, den DB-Mitarbeiter zu attackieren. Dieser konnte den Angriff jedoch abwehren und den Italiener so lange festhalten, bis Beamte der alarmierten Bundespolizei vor Ort eintrafen.

Diese nahmen den Italiener, der bereits wegen anderer Gewaltdelikte polizeibekannt ist, für die weiteren polizeilichen Maßnahmen mit zur Dienststelle in der Denisstraße. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,09 Promille. Ein ebenso freiwilliger Drogenschnelltest schlug positiv an.

Durch den Sturz zog sich der 31-Jährige leichte Verletzungen im Gesicht und an den Beinen zu, die vom Rettungsdienst vor Ort behandelt wurden. Eine Mitnahme ins Krankenhaus war jedoch nicht erforderlich.

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