Wiesn-Wirt unterstützt Alkoholverbot für Kioske im Univiertel

Nachdem ein Kiosk gefordert hatte, die Betriebszeiten von Kiosken und Gastronomie gleichermaßen einzuschränken, reagiert der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) – und ist gar nicht einverstanden.
Dehoga stellt sich hinter das Verbot
Christian Schottenhamel, Wiesn-Wirt und Münchner Kreisvorsitzender des Verbands, unterstützt das vom Kreisverwaltungsreferat (KVR) durchgesetzte Alkoholverkaufsverbot ab 22 Uhr im Univiertel. "Kioske haben ihren festen Platz im öffentlichen Raum und leisten einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung in unserer Stadt. Ihre Rolle und Bedeutung sind jedoch nicht mit der der Gastronomie vergleichbar oder gar gleichzusetzen", sagt Schottenhamel.
Wirtshäuser, Restaurants, Bars und Clubs seien soziale Treffpunkte, Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe und damit wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich investierten viele Betriebe gerade in den besonders betroffenen Vierteln in Sicherheit und Ordnung, beschäftigten Sicherheitspersonal und sogenannte Silencer, die auf Ruhe und Rücksichtnahme achteten.

"Äpfel und Birnen"-Vergleich
Der Verband verweist zudem auf die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen von Kiosken und Gastronomiebetrieben. Man vergleiche dabei "Äpfel mit Birnen". Eine Gleichsetzung der Betriebszeiten sei deshalb nicht die Lösung.
Hintergrund der Debatte ist das seit Anfang September wieder geltende Alkoholverkaufsverbot für Kioske im Univiertel. Die Betreiber fürchten um ihre Existenz und fordern einen anderen Umgang mit dem Lärmproblem.