Wie zwei angebliche US-Soldaten rund 50.000 Euro ergaunern

Sie behaupteten, dass sie das Vermögen von Saddam hätten. Für den Transfer brauchen sie Vorschuss.
| Torsten Huber
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Sie behaupteten, dass sie das Vermögen von Saddam hätten. Für den Transfer brauchen sie Vorschuss.

MÜNCHEN Da staunten selbst die Richter, dass so ein Betrugs-Trick wirklich funktioniert. Colin O. (38) und David O. (32), die wegen Betruges vor Gericht stehen, stellten sich bei ihren Opfern als US-Armee-Angehörige vor und behaupteten: „Wir haben das Privatvermögen von Saddam Hussein in Höhe 18,6 Millionen Euro.“

Um an das Geld zu kommen, das versteckt in Amsterdam liege, müsse man einige Personen mit Schmiergeld bezahlen. Man versprach den Opfern einen Anteil von Saddams-Schatz in Höhe von 30 Prozent. Sechs Frauen und Männer viele darauf rein, zahlten Summen zwischen 1600 und 9000 Euro.

Die meiste Beute machten sie mit ihrem „Wash-Wash-Trick“. Sie ließen sich von Opfern einen 100 Euro Schein geben, legten ihn zwischen zwei weiße Blätter in gleicher Größe des Geldscheins, legten das Bündel in eine Box, schütteten ihr angebliches Zaubergemisch drüber. Als die Box aufging, waren die zwei weißen Papierstreifen echte 100 Euro-Scheine.

Opfer Kurt R. (50) glaubte den Schwindel und wollte gleich 20000 Euro in 60000 Euro umwandeln lassen. Nach der Übergabe verschwanden die Angeklagten mit dem Geld. Der Gesamtschaden liegt bei zirka 50000 Euro. Ein Urteil steht noch aus. 

 

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