Wie viele leere Büros in München sich wirklich in Wohnungen umwandeln lassen

Wie viel Wohnraum steckt wirklich in Münchens leer stehenden Büros? Eine neue Colliers-Studie zeigt, wo sich Flächen rasch zu Wohnungen umbauen ließen und wo größeres Potenzial schlummert.
Jan Krattiger |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Gerade außerhalb des Mittleren Rings gibt es sehr viele leer stehende Büros. Können die zu Wohnraum werden? (Archiv)
Gerade außerhalb des Mittleren Rings gibt es sehr viele leer stehende Büros. Können die zu Wohnraum werden? (Archiv) © Jan Krattiger

Mindestens 10.000 Wohnungen sollen durch die Umwandlung von leer stehenden Büros zu Wohnraum in München entstehen. Das war das Wahlkampfversprechen von OB Dominik Krause (Grüne). Um das zu schaffen, gibt es in der Stadt jetzt seit Juli eine Umbauagentur.

Eine neue Studie der Münchner Niederlassung des Investmentmanagers Colliers International hat sich genauer angeschaut, wie viel Potenzial in München dafür vorhanden ist.

Büros: Rekord-Leerstand in München

Vorweg schreiben die Autoren, dass der Büroleerstand nach wie vor zunimmt und Mitte des Jahres 2026 einen neuen Höchststand erreicht hat, mit 9,3 Prozent im Stadtgebiet und 10,3 Prozent, wenn man das Umland miteinbezieht. Von 17 Millionen Quadratmetern Bürofläche stehen aktuell laut Collier 1,54 Millionen Quadratmeter leer und "zur kurzfristigen Anmietung zur Verfügung".

Dabei ist der Unterschied zwischen der Innenstadt (5 Prozent Leerstand) und dem Gebiet außerhalb des Rings (44 Prozent Leerstand) enorm.

Auch die Highlight Towers am Petuelring kämpfen mit Leerstand. (Archiv)
Auch die Highlight Towers am Petuelring kämpfen mit Leerstand. (Archiv) © Jan Krattiger

Um herauszufinden, wie viele dieser Büroflächen sich auch für Wohnungen eignen würden, hat Colliers verschiedene Faktoren miteinbezogen: Ob sie in der Nähe von anderen Wohngebieten liegen, welche Bebauungspläne gelten und ob der Standort attraktiv wäre für eine künftige Wohnnutzung.

60.000 Quadratmeter könnten sofort umgewandelt werden

Das Fazit der Studienmacher: "A bisserl was geht immer!". Heißt konkret und in Zahlen: Sie sehen ein kurzfristiges Potenzial bei 60.000 Quadratmetern, die realisiert werden könnten. Das sei "eine kleine Nische im Gesamtmarkt".

Nur wenn die Stadt aktiv Bebauungspläne ändere oder "großzügige Befreiungen für Konversionen in Gewerbegebieten erteilt", sei mehr möglich. Viel Potenzial, um neuen Wohnraum zu schaffen, sieht Colliers vor allem in weniger zentralen Lagen, die gut angebunden sind. Da liege das Potenzial bei bis zu 570.000 Quadratmetern.

Grundsätzlich schätzt Colliers: Die Umwandlungen können "den angespannten Wohnungsmarkt punktuell entlasten", aber "den Neubau keinesfalls ersetzen".

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.