Wie viel Hotel darf’s denn sein, bitte?

Am Ostbahnhof eröffnen zwei neue Häuser – und weitere in der Innenstadt werden folgen. Dabei gibt es schon 393 Hotels in München. Die AZ beantwortet die wichtigsten Fragen
| Anne Hund, Jennifer Huemer
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Riesig: Die beiden Marriott-Hotels in der Orleansstraße
Marriott Riesig: Die beiden Marriott-Hotels in der Orleansstraße

Am Ostbahnhof eröffnen zwei neue Häuser – und weitere in der Innenstadt werden folgen. Dabei gibt es schon 393 Hotels in München. Die AZ beantwortet die wichtigsten Fragen

München - München ist ein Anziehungspunkt für Touristen und Geschäftsleute, keine Frage. Beim Tourismusamt ist man stolz auf über zehn Millionen Übernachtungen allein in den Hotels und Pensionen im Jahr 2010. Und der Boom geht weiter. Am Ostbahnhof sind die nächsten Betten-Giganten entstanden. Dort eröffneten zwei neue Marriott-Hotels, das „Courtyard“ sowie das „Residence Inn“ mit 352 Zimmern. „Das ist unser erstes Langzeit-Hotel in Europa“, sagt Marriott-Deutschland-Chefin Gitta Brückmann.

Promis feiern neue Münchner Luxus-Hotels - Die Bilder:



Denn wer in dem Hotel in der Orleansstraße einchecke, bleibe oft mehrere Monate: „Es gibt bei uns Kochnischen und Waschmaschinen.“ Pächter ist die SV Group AG, Bauherr die „Orleans 71 Objektgesellschaft“ GmbH, dahinter verbirgt sich der Projektentwickler Reiß & Co.; die Kosten für den Neubau: 64 Millionen.
Wie viel Hotel darf’s in München noch sein?

Die AZ klärt die Fragen zum Thema:




Warum entstehen noch mehr Hotels?

393 von ihnen gibt es bereits in München. Und es werden mehr. „Was die Zahl der Zimmer betrifft, ist der Markt in München gesättigt“, sagt Frank John vom Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband. Unter der Woche liege die Betten-Auslastung oft bei 70 Prozent:. „Es kommen mehr Hotelbetten auf den Markt als Hotelgäste.“ Vor allem in der Innenstadt sei die Dichte der Hotels enorm – etwa 80 Prozent aller Betriebe liegen in Zentrumsnähe. John stellt fest, dass internationale Ketten zunehmen – „kleine und mittlere Betriebe werden teilweise verdrängt“.




Wie viel kostet ein Hotelzimmer?

München ist bei den Hotel-Preisen Spitzenreiter in Deutschland. Nach einer Deloitte-Studie lagen die Kosten 2010 im Schnitt pro Übernachtung bei 113,18 Euro. Dahinter: Frankfurt (112,97 Euro), Düsseldorf (104,40) und Hamburg (100,36).




Wie viele Jobs bringt das Hotelgewerbe?

49.850 Beschäftige arbeiten bayernweit in den Hotels, heißt es beim Hotel- und Gaststättenverband. Für München liegen keine Zahlen vor.




Warum mangelt es in Münchner Hotels an Arbeitskräften?

Marriott-Deutschland-Chefin Brückmann sagt: „In München gibt es nicht nur viele Hotels, sondern auch viele Restaurants und Biergärten. Die Konkurrenz ist groß.“ Aber auch bayern- und bundesweit fehlen die Fachkräfte, bestätigt der Hotel-und Gaststättenverband in Bayern. „Wegen des Geburtenrückgangs“, so Sprecher John




Wo entstehen weitere Hotels?

In der Bayerstraße plant die Bayerische Hausbau ein Hotel. In der Albert-Roßhaupter-Straße ist das „Angelo Hotel“ geplant – und beim alten Paketzustellamt in der Arnulfstraße sowie am Schwabinger Tor jeweils ein gewaltiger Komplex.

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