Wie Grün-Rot das Partyleben in München entzerren will

Die Rathaus-Koalition hat mehrere Anträge gestellt, um das Partygeschehen in der Stadt zu entzerren und winterfest zu machen. Was genau geplant ist.
| Lukas Schauer
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Leere Bierflaschen stehen am Flaucher an der Isar auf einem Abfallcontainer.
Leere Bierflaschen stehen am Flaucher an der Isar auf einem Abfallcontainer. © Lukas Barth/dpa

München - Meteorolgisch fängt an diesem ersten September der Herbst an. Da ist es durchaus angebracht, darüber nachzudenken, wie sich die Feier-Aktivitäten in der Stadt draußen gestalten lassen können – erst Recht in Zeiten von Corona.

Die grün-rote Stadtratsmehrheit im Rathaus hat dazu deshalb nun ein Antragspaket eingebracht, um genau das zu erreichen: Das Partygeschehen in München zu entzerren und winterfest zu machen.

Grün-Rot will Frequenzzähler an beliebten Plätzen

Konkret fordern Sozialdemokraten und Grüne eine digitale "Füllstandsanzeige" für besonders frequentierte Orte. Das System soll mit Ampelfarben zeigen, wo man sich noch entspannt treffen kann oder wo sich schon zu viele Menschen aufhalten – der Gärtnerplatz lässt grüßen.

Wie genau das funktionieren könnte? Etwa "eine Zählung mit technischen Hilfsmitteln, eine manuelle Zählung oder auch die Möglichkeit der Online-Meldung durch Personen vor Ort direkt im Füllstandsmelder", schreibt die Fraktion in ihrem Antrag.

Zudem fordern die Stadträte, ein Konzept für überdachte Orte in München zu entwickeln, an denen sich Jugendliche "ohne Konsumzwang" und "auch ohne sozialpädagogische Betreuung" treffen können. Angedacht werden könnten etwa die Messehallen, geeignete Räumlichkeiten der MVG oder Stadtteil-Kulturzentren.

Passgenaue Corona-Bänke

Damit einher geht der dritten Antrag der Koalitionäre. Das Baureferat soll an geeigneten Orten Sitzgruppen einrichten, "die jeweils genauso vielen Menschen Platz zum Treffen bieten, wie die aktuellen Corona-Regelungen es zulassen".  Der Vorteil: "So sieht man auf einen Blick, ob man sich an einem Platz gemeinsam niederlassen kann oder ob die Gruppe zu groß bzw. der Platz schon zu voll ist".

Wie das genau funktionieren soll, wenn sich die Vorschriften zur erlaubten Personenanzahl ändern, und wie praktikabel das ist, wird die Verwaltung nun prüfen müssen.

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