Wie die Grünen ökologische Bestattungen in München vorantreiben wollen
Vielen Münchnern ist ein nachhaltiges, ökologisches Leben wichtig. "Warum sollte das mit dem Tod enden?", fragt sich Grünen-Stadträtin Sofie Langmeier. "Wenn man so gelebt hat, will man vielleicht auch so beerdigt werden."
Sie wird an diesem Dienstag einen Antrag stellen, dass die "Städtische Bestattung" emissionsarme Bestattungsformen ermöglichen soll. Dieser liegt der AZ bereits vor. Darin heißt es, dass das städtische Bestattungsunternehmen erst einmal darstellen soll, welche Angebote es in diesem Bereich bereits hat. Dann soll es die Angebote "an naturnahen und klimafreundlichen Bestattungen konsequent" weiterentwickeln – und darüber informieren und dazu beraten.
Keine Vorschriften, nur ein Angebot
Wichtig ist Sofie Langmeier: "Der Wunsch des Verstorbenen oder der Angehörigen soll immer an erster Stelle stehen. Wir wollen niemandem Vorschriften machen." Es soll ein Angebot sein, für die Menschen, denen eine ökologische Bestattung wichtig ist.

Und da gibt es, schildert Langmeier, viele Punkte, bei denen man ansetzen könne: etwa beim Sarg. Aus welchem Holz ist er? Wie ist er lackiert? Und aus welchem Material sind die Beschläge?
Welche Kleidung trägt der Verstorbene? Ein Polyester-Kleid ist umweltschädlicher als eines aus Leinen. Wo lässt man sich verbrennen – und wie gut filtert das Krematorium die Schadstoffe heraus? Welche Pflanzen wählt man für das Grab? Welche, die vielleicht hübsch anzusehen sind, aber nach sechs Wochen eingehen? Oder solche, die auch längere Hitze-Perioden gut überstehen?
Auch nur einzelne Elemente soll man auswählen dürfen
"Eine nachhaltige Bestattung umfasst viele Bausteine, es sollte aber immer möglich sein, auch einzelne Elemente auswählen zu können", heißt es in dem Antrag der Grünen.
Langmeier ist seit sechs Jahren Verwaltungsbeirätin der städtischen Friedhöfe. Als solche bekomme sie mit, wie vorbildlich die Friedhöfe bereits jetzt schon vieles machen. Mit dem Antrag will Langmeier dazu beitragen, dass die Liste dessen, was gut läuft, noch länger wird.
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