Wie Corona die Münchner Tourismusbranche beutelt

In Hotels, Gaststätten und bei Stadtführern hagelt es Stornos. Ab Juli sind Lichtblicke in Sicht.
| Irene Kleber
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Sogar das weltberühmte Hofbräuhaus am Platzl, eigentlich ein Touristenmagnet, ist in diesen Tagen ziemlich leer.
Daniel von Loeper Sogar das weltberühmte Hofbräuhaus am Platzl, eigentlich ein Touristenmagnet, ist in diesen Tagen ziemlich leer.

München - Messen und Konzerte abgesagt, Theater und Oper geschlossen, ab Samstag sind auch die Museen und Sammlungen in München und Tourismusmagneten wie Schloss Nymphenburg dicht, das täglich bis 1.000 Besucher anzieht. Urlauber finden in diesen Corona-Wochen nicht viele Gründe, nach München zu kommen. Das macht nun auch der Tourismusbranche in der Stadt mehr und mehr zu schaffen.

Mit Sorgen schauen immer mehr Hoteliers in ihre Buchungsbücher. Es hagelt Stornos, auch für die Tage rund um Ostern im April, für die aktuell etliche sehr günstige Hotelzimmer zu haben sind. "Es könnte in den nächsten Tagen auch zu Leerständen bei Hotels kommen", meldet das städtische Wirtschaftsreferat, bei dem das Tourismusamt angegliedert ist, auf AZ-Anfrage. Ein Lichtblick: Gäste "buchen jetzt bereits Unterkünfte für neue Messe- und Veranstaltungstermine" – vor allem für die Zeit ab Juli.

Anbieter von Rundfahrten und Stadtführungen stark betroffen

Hart treffen die Stornierungen neben Hotels, Gaststätten, Boutiquen und Souvenirläden auch die Anbieter von Rundfahrten und Stadtführungen. Von den 20 Führungen am Freitag beim "Stadtvogel" fanden nur zwei statt, berichtet eine Mitarbeiterin, "das hat es in den letzten 22 Jahren nicht gegeben." Wie das für die rund 100 freien Stadtführer weitergehen soll, ist völlig unklar.

Bei den Rikscha-Taxlern von "Pedalhelden" wurden in den letzten zwei Wochen zwei Drittel aller Touren storniert. "Weil wir mit unseren Touren ja stark an Messen, Kongressen oder anderen Events dranhängen", sagt Geschäftsführer Joschi Köppl. Die Rikschafahrer wollen trotzdem positiv bleiben: "Wir werden die Münchner ermuntern, mit uns ins Grüne zu radeln. In der Natur steckt man sich ja nicht an."

Lesen Sie auch: Coronavirus - Deshalb bleiben zwei Münchner Väter daheim

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren