Wie Bio is(s)t Ihr Stadtviertel?

Eine Studie der Andechser Molkerei hat ergeben: Münchner wollen ökologische und regionale Lebensmittel. Wo die Bio-Käufer wohnen, wer sie sind – und was sie wollen.
| Lisa Marie Albrecht
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Das Profil des Marken-Bio-Käufers: Er bildet die größte Kaufgruppe (23 Prozent) und wünscht sich vor allem für Restaurants biologische und regionale Produkte.
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Was „Bio“ und „Regional“ eigentlich bedeuten, erklärt diese Grafik – die Münchner wünschen sich beides.
Icon Added Value 2 Was „Bio“ und „Regional“ eigentlich bedeuten, erklärt diese Grafik – die Münchner wünschen sich beides.

München – Egal ob Geschäfte wie Voll-Corner, Basic und Alnatura, große Supermärkte oder kleine Läden und Märkte: Die Anlaufstellen für nachhaltig produzierte Lebensmittel in München sind zahlreich. Dass viele dieses Angebot gerne nutzen, zeigt eine aktuelle Studie, die von Deutschlands größter Biomolkerei in Auftrag gegeben wurde. Die wichtigsten Antworten auf die Frage: Wie bio is(s)t München?

Wer wurde befragt?

Für die Studie der Andechser Molkerei Scheitz wurden 1028 Einwohner aus Stadt und Landkreis München im Alter von 18 bis 69 Jahren in einem 15-minütigen Online-Interview befragt. Die Studie wurde vom Marktforschungsinstitut Icon Added Value aus Nürnberg durchgeführt. Unterschieden wurde auch nach Ernährungsgewohnheiten: 78 Prozent der Befragten konsumieren Fleisch, 17 Prozent sind Flexitarier (ernähren sich überwiegend vegetarisch), fünf Prozent Vegetarier. Veganer wurden keine befragt.

Wie häufig kaufen die Münchner Bio?

Laut Studie haben ökologisch erzeugte Lebensmittel einen festen Platz im Einkaufskorb: Über 90 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig oder gelegentlich Bio-Lebensmittel einzukaufen. Ausschließlich zu Bio greifen jedoch nur zwei Prozent. Am häufigsten werden Gemüse, Obst und Eier in Öko-Qualität gekauft, danach folgen Molkereiprodukte. Wo wird am meisten Bio konsumiert? Spitzenreiter sind die Stadtteile Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (55 Prozent kaufen ausschließlich oder regelmäßig Bio-Lebensmittel), Altstadt-Lehel (54 Prozent) und Maxvorstadt (54 Prozent). Am geringsten ist der Anteil in Moosach (32 Prozent) und Aubing-Lochhausen-Langwied (30 Prozent).

Wie sieht der typische Bio-Käufer aus?

Weiblich, ledig, gut situiert. Unter allen Befragten kristallisierten sich die markenbewussten Bio-Käufer als größtes Segment heraus: Hier liegt der Frauen-Anteil bei 64 Prozent, 50 Prozent der Käufergruppe sind alleinstehend. Außerdem haben 40 Prozent ein Netto-Haushaltseinkommen von mehr als 3600 Euro pro Monat zur Verfügung.

Warum greifen die Münchner zu Bio?

78 Prozent gaben an, Bio-Produkte zu kaufen, weil sie gegenüber konventionellen natürlicher seien. 76 Prozent möchten durch den Kauf eine artgerechte Tierhaltung unterstützen – hier zeigen die Münchner im europäischen Vergleich viel Tierliebe. Als dritthäufigster Grund wird die nachhaltige Landwirtschaft genannt (72 Prozent).

Welche Rolle spielt Regionalität?

Die ist den Münchnern mindestens genauso wichtig wie die Produktionsbedingungen: 49 Prozent der Befragten kaufen regelmäßig regional, 48 Prozent gelegentlich. Grund ist vor allem die Unterstützung heimischer Betriebe. Der durchschnittlich gewünschte „Regional-Radius“: 101 Kilometer. 80 Prozent aller Befragten sagen, dass sie bevorzugt Bio-Lebensmittel kaufen würden, die auch regional erzeugt wurden, unter den Bio-Käufern sind es sogar 95 Prozent.

Wie viel mehr wollen die Käufer bezahlen?

Vier von fünf Münchnern sind bereit, für biologisch erzeugte Produkte mehr Geld auszugeben, wenn sie selbst oder ihre Familie sie konsumieren. Für Freunde und Bekannte würden das immerhin noch drei von fünf tun. Ein Preisaufschlaf von durchschnittlich 18 Prozent wäre akzeptabel.

Wie wichtig ist Bio außer Haus?

Am meisten wünschen sich die Befragten ein Bio-Angebot in Restaurants (83 Prozent), in der Kantine (79 Prozent) und beim Bäcker oder im Café (73 Prozent). Über drei Viertel sind bereit, dafür mehr zu bezahlen, 62 Prozent würden auch Preisaufschläge für regionale Lebensmittel tolerieren.

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