Weiterer Halt für Pendler: Hier soll München einen neuen Regionalbahnhof bekommen

München soll einen neuen Bahnhof bekommen. Der zukünftige Halt soll Umsteigebahnhöfe entlasten und die Wege für Pendler spürbar verkürzen.
Hüseyin Ince
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So soll der Regio-Bahnhof Poccistraße Anfang der 2030er gegenüber der Fleischerstraße aussehen.
Er soll laut CSU-Verkehrsminister Christian Bernreiter die Münchner Verkehrsknoten entlasten.
So soll der Regio-Bahnhof Poccistraße Anfang der 2030er gegenüber der Fleischerstraße aussehen. Er soll laut CSU-Verkehrsminister Christian Bernreiter die Münchner Verkehrsknoten entlasten. © DB InfraGO

Planungs- und Realisierungsvertrag, so nennt sich das Dokument, das der Freistaat und die Deutsche Bahn am Montagnachmittag unterzeichnet haben, um den Regionalhalt Poccistraße zu bauen. Eine Art Heimspiel für Christian Bernreiter (CSU), den Verkehrsminister. Denn er, der bayerische Bahn- und Münchner S-Bahn-Chef Heiko Büttner sowie Staatsminister Ulrich Lange (CSU) trafen sich dafür in Bernreiters Amtssitz am Franz-Josef-Strauß-Ring 4.

Der neue Halt Poccistraße wird ein Mittelbahnsteig mit 340 Metern Länge sein

Es ist der frühere Bahnhof München Süd, der nun ausgebaut werden soll. 6,8 bis 6,9 Millionen Euro waren einst beim Münchner Stadtratsbeschluss 2022 für das Projekt veranschlagt worden. Das Geld wird wohl vor allem die Kosten für den Bau des Zugangs zur neuen Regionalhaltestelle Poccistraße decken. Doch das Gesamtvolumen ist höher. Die Kosten werden voraussichtlich 96 Millionen Euro betragen.

Kaum einer würde sich also wundern, wenn am Ende deutlich mehr als 100 Millionen Euro ausgegeben werden. "Vor allem Fahrgäste aus Rosenheim, dem Chiemgau und Mühldorf werden den Vorteil haben, hier aussteigen zu können", sagt Verkehrsminister Bernreiter. Er rechnet mit einer Inbetriebnahme der Haltestelle im Jahr 2031. Gestartet war das Projekt im Jahr des Stadtratsbeschlusses 2022.

Der Bahnsteig soll auf 340 Meter Länge und auf eine Bahnsteighöhe von 76 Zentimeter ausgebaut werden. Mit täglich 7000 Fahrgästen rechnet Bernreiter, die hier Anfang des neuen Jahrzehnts in die U6 sowie U3 umsteigen oder – nicht zu vernachlässigen – Richtung Wiesn aussteigen könnten.

"Druck aus der Innenstadt nehmen"

Der Bund habe großes Interesse an dem Projekt, versichert der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Ulrich Lange (CSU), der extra für die Unterschriftenzeremonie angereist ist.

Verkehrsminister Christian Bernreiter (v.l.), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Ulrich Lange und der Bahn-Chef Bayerns, Heiko Büttner bei der Vertragsunterzeichnung im Bayerischen Verkehrsministerium am Montagnachmittag (19.1.2026).
Verkehrsminister Christian Bernreiter (v.l.), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Ulrich Lange und der Bahn-Chef Bayerns, Heiko Büttner bei der Vertragsunterzeichnung im Bayerischen Verkehrsministerium am Montagnachmittag (19.1.2026). © Daniel von Loeper

Und der Bayerische Bahn- und S-Bahnchef Heiko Büttner betont: "Mobilität ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die neue Haltestelle Poccistraße wird Druck aus der Innenstadt nehmen." Er bedanke sich ausdrücklich bei Bund und Land, dass man die Finanzierung auf die Beine gestellt habe.

Auch im Hinblick auf Olympische Spiele könne die neue Haltestelle eine wichtige Rolle spiele, so Büttner. Barrierefrei soll der neue Bahnsteig – fast selbstverständlich – ebenfalls werden. Dafür sorgt eine neue Unterführung, die von der Lindwurmstraße ausgehen wird. Spatenstich ist voraussichtlich 2029.

Schneller in den Münchner Süden

Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) setzt auch auf Bundesmittel, um das rund 96 Millionen Euro teure Vorhaben zu finanzieren. "Wir hoffen, dass der Bund das Projekt so hoch wie möglich fördert", sagte der Minister. Auch die Landeshauptstadt München werde sich beteiligen. 

Mit der neuen Haltestelle am ehemaligen Bahnhof München Süd sollen Reisende schneller den Münchner Süden erreichen, heißt es auf der Internetseite des Projekts. Stark frequentierte Umsteigebahnhöfe wie der Marienplatz, der Hauptbahnhof und der Ostbahnhof würden zudem entlastet.

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30 Kommentare
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  • AufmerksamerLeser am 20.01.2026 23:38 Uhr / Bewertung:

    Wovon träumt ihr alle nachts. Infrastruktur-seitig wir da nie funktionieren bzw. Dauert es 30 Jahre / da sind wir schon alle tot und es wird 350M€ kosten Minimum. Ich weiß nicht warum man uns ständig an der Nase herum führen will

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  • kartoffelsalat am 21.01.2026 07:05 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von AufmerksamerLeser

    Ja so sind sie, die senilen Rechtsreaktionäre: Nach uns die Sintflut!

    Können sich in ihrer verbohrten Rückständigkeit nicht mal vorstellen, dass nach ihnen noch jemand existieren würde, dürfe, wolle.

    Männer die die Welt verbrennen!

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  • Daleks am 22.01.2026 10:00 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von AufmerksamerLeser

    Sag mal, seid ihr eigentlich gegen jedes einzelne Projekt? Sollen wir die ganze Stadt um den Altstadtring wieder abreißen?

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