Weiterer Halt für Pendler: Hier plant München einen neuen Regionalbahnhof

München soll einen neuen Bahnhof bekommen. Der zukünftige Halt soll Umsteigebahnhöfe entlasten und die Wege für Pendler spürbar verkürzen.
Hüseyin Ince
|
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
9  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
So soll der Regio-Bahnhof Poccistraße Anfang der 2030er gegenüber der Fleischerstraße aussehen.
Er soll laut CSU-Verkehrsminister Christian Bernreiter die Münchner Verkehrsknoten entlasten.
So soll der Regio-Bahnhof Poccistraße Anfang der 2030er gegenüber der Fleischerstraße aussehen. Er soll laut CSU-Verkehrsminister Christian Bernreiter die Münchner Verkehrsknoten entlasten. © DB InfraGO

Planungs- und Realisierungsvertrag, so nennt sich das Dokument, das der Freistaat und die Deutsche Bahn am Montagnachmittag unterzeichnet haben, um den Regionalhalt Poccistraße zu bauen. Eine Art Heimspiel für Christian Bernreiter (CSU), den Verkehrsminister. Denn er, der bayerische Bahn- und Münchner S-Bahn-Chef Heiko Büttner sowie Staatsminister Ulrich Lange (CSU) trafen sich dafür in Bernreiters Amtssitz am Franz-Josef-Strauß-Ring 4.

Verkehrsminister Christian Bernreiter (v.l.), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Ulrich Lange und der Bahn-Chef Bayerns, Heiko Büttner bei der Vertragsunterzeichnung im Bayerischen Verkehrsministerium am Montagnachmittag (19.1.2026).
Verkehrsminister Christian Bernreiter (v.l.), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Ulrich Lange und der Bahn-Chef Bayerns, Heiko Büttner bei der Vertragsunterzeichnung im Bayerischen Verkehrsministerium am Montagnachmittag (19.1.2026). © Daniel von Loeper

Es ist der frühere Bahnhof München Süd, der nun ausgebaut werden soll. 6,8 bis 6,9 Millionen Euro waren einst beim Münchner Stadtratsbeschluss 2022 für das Projekt veranschlagt worden. Das Geld wird wohl vor allem die Kosten für den Bau des Zugangs zur neuen Regionalhaltestelle Poccistraße decken. Doch das Gesamtvolumen ist höher. Die Kosten werden voraussichtlich 96 Millionen Euro betragen.

Der neue Halt Poccistraße wird ein Mittelbahnsteig mit 340 Metern Länge sein

Kaum einer würde sich also wundern, wenn am Ende deutlich mehr als 100 Millionen Euro ausgegeben werden. "Vor allem Fahrgäste aus Rosenheim, dem Chiemgau und Mühldorf werden den Vorteil haben, hier aussteigen zu können", sagt Verkehrsminister Bernreiter. Er rechnet mit einer Inbetriebnahme der Haltestelle im Jahr 2031. Gestartet war das Projekt im Jahr des Stadtratsbeschlusses 2022.

Der Bahnsteig soll auf 340 Meter Länge und auf eine Bahnsteighöhe von 76 cm ausgebaut werden. Mit täglich 7000 Fahrgästen rechnet Bernreiter, die hier Anfang des neuen Jahrzehnts in die U6 sowie U3 umsteigen oder – nicht zu vernachlässigen – Richtung Wiesn aussteigen könnten.

"Druck aus der Innenstadt nehmen"

Der Bund habe großes Interesse an dem Projekt, versichert der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Ulrich Lange (CSU), der extra für die Unterschriftenzeremonie angereist ist. Und der Bayerische Bahn- und S-Bahnchef Heiko Büttner betont: „Mobilität ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die neue Haltestelle Poccistraße wird Druck aus der Innenstadt nehmen“. Er bedanke sich ausdrücklich bei Bund und Land, dass man die Finanzierung auf die Beine gestellt habe.

Auch im Hinblick auf Olympische Spiele könne die neue Haltestelle eine wichtige Rolle spiele, so Büttner. Barrierefrei soll der neue Bahnsteig – fast selbstverständlich – ebenfalls werden. Dafür sorgt eine neue Unterführung, die von der Lindwurmstraße ausgehen wird. Spatenstich ist voraussichtlich 2029.

Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) setzt auch auf Bundesmittel, um das rund 96 Millionen Euro teure Vorhaben zu finanzieren. "Wir hoffen, dass der Bund das Projekt so hoch wie möglich fördert", sagte der Minister. Auch die Landeshauptstadt München werde sich beteiligen. 

Schneller in den Münchner Süden

Mit der neuen Haltestelle am ehemaligen Bahnhof München Süd sollen Reisende schneller den Münchner Süden erreichen, heißt es auf der Internetseite des Projekts. Stark frequentierte Umsteigebahnhöfe wie der Marienplatz, der Hauptbahnhof und der Ostbahnhof würden zudem entlastet.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Wolff vor 3 Stunden / Bewertung:

    Liegt dem vielleicht auch eine Befragung der Fahrgäste aus Rosenheim, dem Chiemgau und Mühldorf zugrunde oder sind das mal wieder nur Hoffnungen und Wunschträume? Aber so wie die Bahn bekanntermaßen arbeitet wird das mit Anfang 30er sowieso nichts.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • kartoffelsalat vor 3 Stunden / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Wolff

    Liebe Rosenheimis, würdet Ihr es bevorzugen Ziele im Münchner Süden schneller und über einen weniger überlasteten Umsteigebahnhof zu erreichen oder wollt Ihr weiter einen Umweg über die Innenstadt mit längeren Fahrtzeiten und überlasteten Bahnsteigen & Verbindungswegen (was Euch ohnehin weiterhin offen steht)?

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • Himbeer-Toni vor 2 Stunden / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von kartoffelsalat

    Wer schlau ist, pünktlich und ohne Stress (renitente Mitfahrer und versiffte Bahnhöfe) ankommen will, der fährt eh mit dem Auto.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.