Wegen Mordes verurteilt: Verteidiger von Markus S. will Revision einlegen

Mit neun Jahren und zehn Monaten nicht einverstanden: Nach dem harten Urteil des Landgerichts München I im Brunner-Prozess strebt der Verteidiger des Hauptangeklagten Markus S. eine Revision des Verfahrens an.
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Maximilian Paul mit seinem Mandaten Markus S.
dpa Maximilian Paul mit seinem Mandaten Markus S.

MÜNCHEN - Mit neun Jahren und zehn Monaten nicht einverstanden: Nach dem harten Urteil des Landgerichts München I im Brunner-Prozess strebt der Verteidiger des Hauptangeklagten Markus S. eine Revision des Verfahrens an.

Rechtsanwalt Maximilian Paul sagte am Montag dem Fernsehsender N24, mit der Verurteilung seines Mandanten wegen Mordes zu einer Jugendhaftstrafe von neun Jahren und zehn Monaten sei man „nicht einverstanden“.

Paul betonte: „Das halten wir für rechtlich falsch. Und Sie können davon ausgehen, dass wir unserem Mandanten dringend empfehlen werden, Revision einzulegen.“ Die Verteidigung habe ihr Hauptaugenmerk auf die Anwendung des Jugendstrafrechts gelegt. „Dieses Ziel haben wir erreicht.“

Im Prozess um den gewaltsamen Tod des Managers Dominik Brunner war der 19-jährige Markus S. zu fast zehn Jahren Haft wegen Mordes verurteilt worden. Gegen Sebastian L. (18) verhängte das Landgericht sieben Jahre Haft wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge. Laut Richter Reinhold Baier handelte Markus S. aus Rache, weil Brunner sich am S-Bahnhof München-Solln schützend vor eine Schülergruppe gestellt hatte. Mit dem Urteil folgte das Gericht annähernd den Forderungen der Staatsanwaltschaft.

dpa

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