Wegen BMW: Droht München jetzt ein neues Steuerloch?

BMW baut Stellen ab und bietet Beschäftigten Abfindungen an. Im Münchner Stadtrat befürchtet man Steuerausfälle und fragt, ob dadurch der ohnehin angespannte Haushalt für 2027 zusätzlich unter Druck gerät.
AZ |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
42  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Der Stellenabbau bei BMW könnte sich auch auf die Stadtkasse auswirken.
Der Stellenabbau bei BMW könnte sich auch auf die Stadtkasse auswirken. © Sigi Müller

BMW gehört zu den größten Unternehmen Münchens. Derzeit ist das Unternehmen von einem harten Sparkurs, dem Abbau von Managementstrukturen und einem groß angelegten Abfindungsprogramm geprägt. Bis Ende 2027 plant der Automobilhersteller weltweit rund 8.000 Arbeitsplätze abzubauen. Hierzu wurde Anfang Oktober 2026 ein freiwilliges Abfindungsprogramm für Beschäftigte in Deutschland außerhalb der direkten Produktion gestartet. Die Nachfrage nach dem Programm war so groß, dass das entsprechende Anmeldeportal bereits nach wenigen Tagen vorübergehend geschlossen wurde.

Sorge um Folgen für Landeshauptstadt

Im Rathaus blickt man mit Sorge auf diese Entwicklung: Die ÖDP/BK/ML-Fraktion befürchtet, dass die Abfindungszahlungen die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt schmälern könnten. In einer Anfrage an Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) fordert die Fraktion die Stadtkämmerei auf, mögliche Steuerausfälle für die Jahre 2026 bis 2029 einzuschätzen. Sie will zudem wissen, ob die Folgen bereits in der Haushaltsplanung berücksichtigt sind und ob dadurch weitere Sparmaßnahmen nötig werden könnten.

Auch mögliche langfristige Folgen des Stellenabbaus für den Gewerbesteueranteil Münchens sowie für Zulieferer und Dienstleistungsunternehmen spricht die Fraktion an. Sie fragt, ob zusätzliche Steuerausfälle die Genehmigungsfähigkeit des Haushalts 2027 gefährden könnten. Wie hoch mögliche Mindereinnahmen ausfallen, ist bislang offen.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Rigobert vor 2 Stunden / Bewertung:

    Die Gewerbesteuereinnahmen von BMW werden wegfallen, es wird Zeit dass eine kommunale Fahrradsteuer kommt, um das Finanzloch der Stadt München aufzufangen.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • doket vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Rigobert

    Da bin ich eher für eine lokale Kfz-Abgabe. Die ist viel einfacher umzusetzen, weil jedes Kfz eine Zulassung hat, alle Fahrer über 18 Jahre alt sind und daher in der Regel ein Einkommen haben, außerdem ist Kfz-Infrastruktur sehr teuer und platzfressend und für die kommunale Straßenbau- und Straßenunterhaltausgaben von denen bisher kein Beitrag geleistet wird.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • 30 in Bayern vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Rigobert

    Innenstadtmaut und Touristensteuer wären da deutlich effektiver vor allem auch in der Lenkungswirkung.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.