Wegen 600 Euro: Münchner Vermieter bedroht säumigen Mieter mit Waffe
Mit einer Pistole in der Hand und dem Satz „Ich bin sauer“ tauchte ein 58-Jähriger bei seinem säumigen Mieter an der Wohnungstüre in einem Mietshaus in Trudering auf. In Bogenhausen drohte ein weiterer Mann seinem Nachbarn an der Wohnungstüre mit einer doppelläufigen Flinte.
Vermieter mit Wild-West-Methoden
Als es bei einem 27-jährigen Monteur aus Trudering am Freitagabend klingelte, stand sein Vermieter vor der Wohnungstüre. Der 58-Jährige wollte bei dem Handwerker ausstehende Mietschulden eintreiben. 600 Euro verlangte er, und um seiner Forderung den nötigen Nachdruck zu verleihen, hatte er eine Softairwaffe dabei.
Der Mieter rief die Polizei. Minuten später trafen die ersten Streifen ein. Der Vermieter war inzwischen verschwunden und wieder in seine Wohnung gegangen. Polizisten nahmen ihn fest, als er mit dem Auto wegfahren wollte. In der Wohnung fanden die Polizisten die Softairwaffe. Gegen den Vermieter wird nun wegen Bedrohung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Der 58-Jährige ist bereits bei der Polizei bekannt wegen Nötigung und Beleidigung.
Waffennarr landet in Psychiatrie
In Bogenhausen tauchte ein 42-Jähriger am Samstagnachmittag bei seinem Nachbarn (25) mit einer doppelläufigen Flinte, einer Art Starterpistole, auf. Der 25-Jährige sah durch den Türspion und blickte direkt in die Mündung der Waffe. Zudem stieß sein Besucher finstere Morddrohungen aus.
Polizisten nahmen den 42-Jährigen fest. In seiner Wohnung fanden die Beamten ein Schwert, eine Softairwaffe, mehrere Messer und eine Zwille, sowie fast 100 Gramm Marihuana. Der 42-Jährige wurde in die Psychiatrie eingewiesen.
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