Wechselnde Preise je nach Andrang? Hellabrunn sagt nein

Während der Kölner Zoo auf flexible Online-Ticketpreise setzt, erteilt der Münchner Tierpark Hellabrunn dem Dynamic Pricing eine klare Absage. Trotz gestiegener Kosten und bereits erhöhter Eintrittspreise setzt Hellabrunn weiter auf ein transparentes, statisches Preismodell.
Hüseyin Ince
|
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
29  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Der Isar-Eingang des Tierparks Hellabrunn. Eine dynamische Preisgestaltung würde sich vor allem an der Eintrittskasse durch grundsätzlich höhere Preise bemerkbar machen. Alle, die lange vorher online buchen, hätten Preisvorteile, änlich wie im Fluggastbetrieb.
Der Isar-Eingang des Tierparks Hellabrunn. Eine dynamische Preisgestaltung würde sich vor allem an der Eintrittskasse durch grundsätzlich höhere Preise bemerkbar machen. Alle, die lange vorher online buchen, hätten Preisvorteile, änlich wie im Fluggastbetrieb. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Als einer der ersten deutschen Tierparks überhaupt verlangt der Kölner Zoo seit Donnerstag unterschiedliche Online-Eintrittspreise, je nach Tag, Andrang und Auslastung. Zusätzlich erhöhte der Zoo die Preise an der Kasse. Der Grund ist wohl in der Corona-Pandemie zu suchen. Seit die Besucher monatelang durch Lockdown ausblieben, geriet der Betrieb offenbar in immer größere Schieflage. Und das trotz eines Rekordes 2025, mit 1,3 Millionen Besucher.

"Die Kosten laufen uns davon", erklärte der Kölner Zoo-Vorstand Christopher Landsberg dem "Kölner Stadtanzeiger". Personal-, Energie- sowie Baukosten seien die größten Posten, bei gleichbleibenden Eintrittspreisen. Da stellt sich die Frage: Denkt vielleicht ein Tierpark wie Hellabrunn ebenfalls über solch ein Modell nach? Denn auch in München sind monatelang die Besucher ausgeblieben, als die Pandemie wütete. Die AZ hat nachgefragt.

Zwei Preiserhöhungen in fünf Jahren

Nein, sagt ein Sprecher des Tierparks Hellabrunn. Weder sei in der Vergangenheit darüber gesprochen worden, noch denke man künftig darüber nach. Das statische Preismodell habe sich bewährt. Vorstand und Tierparkdirektor Rasem Baban sagt: "Eine klare und (...) nachvollziehbare Preisstruktur ist für alle Beteiligten sinnvoller. Deshalb stellt sich für uns die Frage nach Einführung eines Dynamic-Pricing-Modells nicht."

1.897.268 Millionen Besucher zählte Hellabrunn 2024. Dennoch hat man seit Corona  zwei Mal die Preise angepasst. Im Januar 2022 ging es zunächst hoch auf 18 Euro für Erwachsene, bei Kindern (4-14 Jahre) 7 statt 6 Euro. Auch die Parkgebühren erhöhten sich auf 6 Euro.

Zum 1. Februar 2025 kam die nächste Anpassung. Für Erwachsene kostet der Eintritt seither 20 Euro. Kinder zahlen 8 statt 7 Euro. Die Parkgebühren blieben gleich. Steigende Kosten bei Energie, Futterversorgung und Personal führte Tierpark-Chef Baban damals an.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Witwe Bolte vor 3 Stunden / Bewertung:

    Für 20 Euro bekomme ich eine Opernkarte fürs Nationaltheater (oder Operette im Gärntnerplatz), der dortige kulturelle Hochgenuss wird auch vom Steuerzahler subventioniert, noch mehr als der Tierpark.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • Knoedel vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Witwe Bolte

    Eine Opernkarte (wer auch immer das Gejaule mag) ist nicht vergleichbar mit einem Tierparkbesuch.
    Man vergleicht ja auch nicht einen Rohkostsalat mit einem T Bone Steak, oder den FC Bayern mit den 60ern.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • ......kann mich mal vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Witwe Bolte

    20 euro im nationaltheater?wann?

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.