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"Was den Tätern zu denken geben sollte": Nach Farbattacke auf "Kini"-Denkmal äußert sich Prinz Ludwig von Bayern

Die Bronzebüste für Ludwig II. wurde gerade erst auf der Corneliusbrücke eingeweiht. Gerade einmal eine Woche später ist sie bereits beschmiert. Jetzt setzt die SPD eine Belohnung aus, und Prinz Ludwig von Bayern äußert sich in der AZ.
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Sophie-Alexandra und Ludwig von Bayern mit Sohn Rupprecht im Jahr 2024 . Inzwischen ist der kleine Wittelsbacher schon ein Jahr alt.  Sein Vater, Prinz Ludwig von Bayern,  äußert sich in der AZ zu den Schmierereien am "Kini"-Denkmal.
Sophie-Alexandra und Ludwig von Bayern mit Sohn Rupprecht im Jahr 2024 . Inzwischen ist der kleine Wittelsbacher schon ein Jahr alt. Sein Vater, Prinz Ludwig von Bayern, äußert sich in der AZ zu den Schmierereien am "Kini"-Denkmal. © hausbayern/Instagram

Update, 22. Juni, 16 Uhr:  Auf AZ-Anfrage haben sich auch die Wittelsbacher zu dem beschmierten Kini-Denkmal geäußert. Prinz Ludwig von Bayern teilt mit:  "Sich provozieren zu lassen, hilft bei Schmierereien nicht. König Ludwig II. musste sich zwar zu Lebzeiten in München mit viel Kritik auseinandersetzen, seitdem ist seine Beliebtheit aber eigentlich nur gewachsen; er stünde wahrscheinlich über so einer Aktion."

Und weiter lässt der Ururenkel des letzten bayerischen Königs Ludwig III. wissen: "Was den Tätern eigentlich zu denken geben sollte, ist, dass die neue Version der Statue bewusst auch an die Zerstörung durch die Nationalsozialisten erinnert, die die Bronzestatue zu Kriegszwecken eingeschmolzen haben. Aber ich bezweifle, dass die Täter hierbei alle Aspekte bedacht haben."

Update, 22. Juni, 15.35 Uhr:
Inzwischen sind die Reinigungsarbeiten an der Corneliusbrücke gestartet. Die Schmierereien werden entfernt.  

Die Schmierereien am "Kini"-Denkmal werden entfernt.
Die Schmierereien am "Kini"-Denkmal werden entfernt. © Robert Braunmüller

Update, 22. Juni, 12.20 Uhr: Der Münchner SPD-Stadtrat Roland Hefter ist ob der Schmierereien am gerade erst enthüllten Denkmal für Ludwig II. außer sich und setzt eine Belohnung für Hinweise auf die Täter aus. 

SPD-Stadtrat Roland Hefter setzt 1000 Euro Belohnung aus

"Manchmal muss man sich wirklich schämen für ein paar Leute, die in unserer Stadt wohnen", beginnt der 59-Jährige den Aufruf auf seiner Facebook-Seite und wird dann deutlicher: "Es ist so furchtbar, so geht man nicht mit Kunst um – da könnte ich kotzen!"

So sieht das Kini-Denkmal jetzt aus – nachdem Vandalen sich daran zu schaffen gemacht haben.
So sieht das Kini-Denkmal jetzt aus – nachdem Vandalen sich daran zu schaffen gemacht haben. © André Wagner

Es handele sich um "eine feige Drecksaktion" und es sei deutlich erkennbar, "aus welcher Richtung" die Schmierereien kämen. "Wenn einer weiß, wer das war, der geht zur Polizei." Er selbst setzt eine Belohnung von 1000 Euro aus. Initiator Dietmar Holzapfel hatte ebenfalls erwogen, eine Belohnung bereitzustellen: "Oder wir lassen es einfach so, um den Menschen zu zeigen, wie krank unsere Gesellschaft heutzutage ist."

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Initiator Diemar Holzapfel: "Ich bin so frustriert" 

Erstmeldung, 21. Juni:  "FCK KINI" ist auf dem Sockel des Denkmals für Ludwig II. zu lesen und "1312" – ein Zahlencode der für "All Cops are Bastards" steht. Auch auf den umliegenden Steinen, die zu dem Ensemble dazugehören, finden sich Schmierereien. An dem Denkmal für Bayerns Märchenkönig haben sich gerade einmal eine Woche nach der feierlichen Einweihung am 13. Juni Vandalen zu schaffen gemacht.

"Ich bin so frustriert. Ich habe über zwölf Jahre lang darauf hingearbeitet, dass dieses Denkmal entsteht – und dann sieht es nach einer Woche gleich so aus", sagt Initiator Dietmar Holzapfel der Abendzeitung. 

Anzeige für den Anbieter Instagram Reel über den Consent-Anbieter verweigert

Er hatte sich eine Video-Überwachung und Beleuchtung gewünscht, um Vandalismus vorzubeugen. Es ist ist schließlich nicht das erste Mal, dass das Denkmal beschmiert wurde. Noch vor der Fertigstellung wurde der Sockel bereits im April beschmiert. Die AZ berichtete.  Die Überwachung sei im öffentlichen Raum auf der Corneliusbrücke aber abgelehnt worden: "Aus Datenschutzgründen und zum Schutz irgendwelcher Fledermäuse", so Holzapfel. 

Sockel beschmiert, Beet zertrampelt: Hier soll das Kini-Denkmal entstehen.
Sockel beschmiert, Beet zertrampelt: Hier soll das Kini-Denkmal entstehen.

Er erwäge, eine Belohnung auszusetzen: "Oder wir lassen es einfach so, um den Menschen zu zeigen, wie krank unsere Gesellschaft heutzutage ist."

So sieht das Kini-Denkmal jetzt aus – nachdem Vandalen sich daran zu schaffen gemacht haben.
So sieht das Kini-Denkmal jetzt aus – nachdem Vandalen sich daran zu schaffen gemacht haben. © André Wagner

Immerhin, der rosafarbene Untersberger Marmor, der am Denkmal wiederverwendet worden ist, wurde besonders imprägniert, um ihn leichter wieder reinigen zu können. Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer hatte bei der feierlichen Eröffnung nur eine Woche zuvor zugesagt, ihr Referat werde für Schutz und Reinhaltung des Denkmals sorgen. 

Dietmar Holzapfel (l.), Denkmal-Initiator und Wirt der "Deutschen Eiche", Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, Verena Dietl (SPD), dritte Bürgermeisterin der Stadt München, und Jeanne-Marie Ehbauer, Baurefertin der Stadt München, nehmen an der Corneliusbrücke an der Enthüllung des neue Ludwig II.-Denkmals teil.
Dietmar Holzapfel (l.), Denkmal-Initiator und Wirt der "Deutschen Eiche", Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, Verena Dietl (SPD), dritte Bürgermeisterin der Stadt München, und Jeanne-Marie Ehbauer, Baurefertin der Stadt München, nehmen an der Corneliusbrücke an der Enthüllung des neue Ludwig II.-Denkmals teil. © Sven Hoppe/dpa

Finanziert worden ist das Denkmal ausschließlich aus privaten Mitteln, etwa durch Spenden von Wittelsbacher-Chef Franz Herzog von Bayern und 150.000 Euro von Deutsche-Eiche-Wirt Holzapfel. 


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  • Fluxxus vor 7 Minuten / Bewertung:

    Interessanter als ein Denmal finde ich ja den Film "Unerhörtes ist geschen" über Ludwig II vom Münchner Filmemacher Klaus Bichlmeier, der im November wieder in Freising läuft.
    https://ludwig-der-film.de/

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  • Kritik vor 58 Minuten / Bewertung:

    Bitte Gemeinde

    Für welchen halbwegs geistig gesunden Menschen war dies wirklich eine Überraschung???
    Das war nix anders als eine Einladung dazu.
    Und wenn ich lese, dass jetzt angeblich "böse" Fledermäuse eine Totalüberwachung dieser Büste verhindert haben - könnte ich kotzen. Aber klar - diejenigen brauchen auch Olympische Spiele. Kann sich jemand wirklich nicht vorstellen - was dann durch die ganzen Kriege weltweit hier abgehen wird?
    1972 war schon ein Desaster. Aber der Steuerzahler zahlt ja gerne .......

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  • kartoffelsalat vor 22 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Kritik

    Totalüberwachung einer Büste.
    Meine Fresse.

    Aber ja der Bezug zu Olympia 72 und dem dritten Weltkrieg ist sehr einleuchtend.

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