"Zeugt von mangelnder Wertschätzung": Warnstreik am Dienstag auch in München

Bundesweiter Branchenstreiktag im Gesundheitswesen: Zwei Münchner Krankenhäuser sind involviert, die Gewerkschaft Verdi organisiert eine Streikversammlung am Fat Cat.
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Auch das Klinikum rechts der Isar wird bestreikt. (Archivbild)
Auch das Klinikum rechts der Isar wird bestreikt. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Die Beschäftigten der Münchner Universitätskliniken Klinikum rechts der Isar (TUM) und Klinikum Großhadern (LMU) werden sich am Dienstag (27. Januar) am bundesweiten Branchenstreiktag im Gesundheitswesen beteiligen. Das teilt die Gewerkschaft Verdi mit. Der Warnstreik in München soll demnach bis zum 28. Januar fortgesetzt werden.

Verdi spricht von "mangelnder Wertschätzung für die tägliche Arbeit" der Klinik-Beschäftigten 

"Die Beschäftigten an den Münchner Unikliniken arbeiten unter hohem Druck und mit viel zu wenig Personal sieben Tage die Woche, rund um die Uhr", sagt Claudia Weber, Geschäftsführerin von Verdi München: "Dass die Arbeitgeber noch immer kein ernstzunehmendes Angebot vorgelegt haben, zeugt von mangelnder Wertschätzung für die tägliche Arbeit der Beschäftigten in den Universitätskliniken."

"Inflationsausgleich und ein Schnaps obendrauf – das soll ein Angebot sein?"

An beiden Münchner Standorten sei während der Warnstreiks mit Einschränkungen im Regelbetrieb zu rechnen, die Notfallversorgung bleibe jederzeit sichergestellt, heißt es. Laut Verdi wurden entsprechende Notdienstvereinbarungen abgeschlossen.  

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Nach Angaben der Gewerkschaft denken die Arbeitgeber aktuell lediglich an einen Ausgleich der Inflationsrate mit einem minimalen Aufschlag, den sie selbst als "Schnaps obendrauf" bezeichnet haben sollen. Dies soll demnach bei einer Laufzeit von 29 Monaten gelten und bei mehreren Leermonaten ohne jegliche Erhöhung der Gehälter.  

"Das soll ein Angebot sein? Inflationsausgleich und ein Schnaps obendrauf – bei fast zweieinhalb Jahren Laufzeit und Monaten ohne jede Erhöhung. Was genau trinken die eigentlich?", fragte Weber. Verdi fordert unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro monatlich, 200 Euro mehr für Nachwuchskräfte sowie deutlich bessere Zuschläge für belastende Arbeitszeiten.

Zentrale Streikversammlung am Fat Cat

Claudia Weber: "Gerade in München mit seinen hohen Lebenshaltungskosten brauchen wir endlich faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen." 

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Am Dienstag beginnt um 9 Uhr am Fat Cat (ehemaliger Gasteig) in der Kellerstraße 8a eine zentrale Streikversammlung. Verdi rechnet mit einer hohen Beteiligung der Beschäftigten. Auch Sylvia Bühler, Mitglied des Verdi-Bundesvorstands nimmt an der Streikversammlung teil und spricht zu den Streikenden.

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