Wahl in München: Stadt verzeichnet Rekord

Rund 30 Prozent der Münchner Wähler haben bis jetzt die Briefwahl beantragt. Ein Online-Antrag ist bis 2. März, 11 Uhr, möglich.
Eva von Steinburg
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IT-Referentin Laura Dornheim und KVR-Chefin Hanna Sammüller mit dem großen Stimmzettel für die Stadtratswahl.
IT-Referentin Laura Dornheim und KVR-Chefin Hanna Sammüller mit dem großen Stimmzettel für die Stadtratswahl. © Eva von Steinburg

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: In 240 Münchner Wahllokalen wird am 8. März 2026 der Münchner Oberbürgermeister gewählt.

1,1 Millionen Münchner sind aufgerufen, bei der Kommunalwahl ihre Stimme abzugeben. Darunter sind 178.643 EU-Bürger, über 18 Jahre, die seit über zwei Monaten in München gemeldet sind. Die meisten stammen aus Kroatien, Italien und Griechenland.

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) sieht einen klaren Trend zur Briefwahl. "Rund 30 Prozent der Wähler haben sie bis Mittwoch beantragt. Das ist jetzt schon so viel, wie bei der letzten Wahl insgesamt", sagt Kreisverwaltungsreferentin Hanna Sammüller.

Sie selbst hat ihre Briefwahlunterlagen über den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung beantragt. "Das funktioniert. 76 Prozent der Briefwähler haben den Code bisher dazu genutzt", informiert sie im KVR. Wer bereits auf seine Unterlagen gewartet hat, hier ist der Grund: Neu ist, dass die Briefwahlzettel erst drei Wochen vor dem Wahltermin verschickt werden, davor hatten Bürger sechs Wochen zum Ausfüllen Zeit: "Den Grund dafür kenne ich nicht. Auch der Vorteil erschließt sich mir nicht. Diese Entscheidung hat der Bayerische Gesetzgeber getroffen", so Sammüller.

Am Wahlwochenende gibt es Sonderabgabestellen für Briefwahl

Der Online-Antrag auf Briefwahl kann bis Montag, 2. März, 11 Uhr, gestellt werden. Der Brief mit den drei Wahlscheinen kann per Post oder auch persönlich im KVR-Briefkasten oder im Rathaus-Briefkasten am Marienplatz eingeworfen werden. Am Wahlwochenende gibt es Sonderabgabestellen, die das KVR auf der Homepage veröffentlichen wird.

Ehrenamtliche erhalten bis zu 180 Euro

14.000 ehrenamtliche Wahlhelfer hat die Stadt gefunden. Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von bis zu 180 Euro. "Die Kommunalwahl auszuzählen ist komplex, das ist alles andere als trivial mit diesen großen Zetteln", erklärt Münchens IT-Referentin Laura Dornheim. Um Fehler bei der Auszählung zu minimieren und den aufwendigen Vorgang schneller zu machen, wird ein neues technisches Auszählungswerkzeug getestet.

Einfacheres und schnelleres Auszählen wird erprobt

Optimal sei es, Wahlzettel zu scannen, wie in England. Doch große Scanner für die Stadtratswahlzettel, die knapp eineinhalb Meter breit sind und 60 Zentimeter hoch, seien "unfassbar teuer". Um die Ergebnisse zu digitalisieren, kommen beim Pilotprojekt "Wahllokalerfassungssystem" Laptops zum Einsatz, die händisch geführte Ergebnis-Listen ersetzen. Der Computer sagt dann, ob ein Stimmzettel gültig ist. IT-Referentin Dornheim: "Für die Wahlhelfer wird das Auszählen einfacher. Rein digitale Wahlen sind in Deutschland rechtlich ausgeschlossen, aus dem einfachen Grund, dass sie zu leicht zu manipulieren sind."

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Erstwählern, die sich vom Papierwust mit so vielen Namen überfordert fühlen, rät Sammüller übrigens: "Wer es sich einfach machen will, macht ein Listenkreuz bei der Stadtratswahl. Oder Sie verteilen Ihre Stimmen wild über den Zettel."

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  • Tonio vor 6 Minuten / Bewertung:

    Bei der Kommunalwahl geht ja auch nur Briefwahl. Diesen riesigen Zettel kann man doch gar nicht in den kleinen Wahlkabinen ausbreiten. Da braucht man einen großen Tisch um den Überblick zu bekommen!

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  • W.W vor einer Stunde / Bewertung:

    Der Wahlzettel ist eine Zumutung. Ich bin kurz davor ihn in den Schredder zu stecken. 🤨

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  • Witwe Bolte vor 55 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von W.W

    Lustig ist es auch, den 1,44 m langen Stadtrats-Wahlzettel nach dem Ankreuzen wieder so zusammenzufalten, wie er vorher im Original war. Das schafft kaum jemand. Damit könnte man spaßige Video-Schnipsel fabrizieren.
    Schlampig zusammenfalten ist ungünstig, weil er dann nur mühsam in den Briefwahl-Umschlag passt.

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