Vor dem Kultusministerium in München: 24-Stunden-Protest gegen unangekündigte Exen

Zu großer Leistungsdruck, unnötiger Stress durch Exen und Ausfragen – dieser Kritik sieht sich das bayerische Schulsystem beständig ausgesetzt. Nun gibt es einen ganz besonderen Schüler-Protest.
von  AZ/dpa
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wurde wegen des Festhaltens an unangekündigten Tests zum Ziel des Protests.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wurde wegen des Festhaltens an unangekündigten Tests zum Ziel des Protests. © Peter Kneffel/dpa

Pünktlich zum Schuljahresende fordern Schülerinnen und Schüler mit einem 24-Stunden-Dauerprotest vor dem Kultusministerium in München Veränderungen im bayerischen Schulsystem. Unter dem Motto "Wir halten durch – so wie jeden Schultag" wolle man bis Freitagmorgen, also einmal rund um die Uhr, auf die Belastungen aufmerksam machen, die viele junge Menschen in der Schule erlebten, hieß es vor dem Start am Morgen. 

Schüler nehmen mit Plakaten an einem 24-stündigen Dauerprotest der bayerischen Schülerbewegung für eine Reform der Prüfungsformate anlässlich des Zeugnistags vor dem bayerischen Kultusministerium teil.
Schüler nehmen mit Plakaten an einem 24-stündigen Dauerprotest der bayerischen Schülerbewegung für eine Reform der Prüfungsformate anlässlich des Zeugnistags vor dem bayerischen Kultusministerium teil. © Peter Kneffel (dpa)

Die Initiatoren beklagen unter anderem einen hohen Leistungsdruck. Vor allem kritisieren sie das Festhalten der Staatsregierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an unangekündigten Exen und am mündlichen Ausfragen. Exen sind unangekündigte Leistungsabfragen.

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