"Von unbezahlbar auf noch unbezahlbarer": Münchner Wohnungspreise steigen immer weiter

Von Krise keine Spur: Die Preise auf dem Immobilienmarkt der Landeshauptstadt bleiben auch in Corona-Zeiten astronomisch – und könnten laut Experten noch weiter steigen.
| AZ/dpa
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Die Immobilienpreise werden laut Experten in München weiter steigen. (Symbolbild)
Die Immobilienpreise werden laut Experten in München weiter steigen. (Symbolbild) © Britta Pedersen/dpa

München - Immobilien in Bayern werden immer teurer. In den vergangenen zehn Jahren haben sie sich die Preise sowohl im Landesdurchschnitt als auch in München mehr als verdoppelt, wie am Donnerstag vorgelegte Zahlen des Immobilienverbands IVD Süd zeigen.

Die Corona-Krise hat keine Entlastung gebracht, wie Stephan Kippes vom IVD-Marktforschungsinstitut erklärte. Das liegt ihm zufolge unter anderem daran, dass viel Geld im Markt ist - sowohl durch die niedrigen Zinsen als auch durch Erbschaften.

Preise über 10.000 Euro pro Quadratmeter in München

Die Quadratmeterpreise für Bestandseigentumswohnungen stiegen in München seit dem vergangenen Herbst "von unbezahlbaren 8.000 Euro auf noch unbezahlbarere 8.150", wie Kippes sagt. Das ist ein Plus von 163 Prozent binnen zehn Jahren. Bei neu gebauten Eigentumswohnungen in München erwartet er in den kommenden Monaten sogar Durchschnittspreise von mehr als 10.000 Euro pro Quadratmeter. Zurzeit sind es 9.950. Die Durchschnittspreise für Bestandseigentumswohnungen sind bayernweit in den vergangenen zehn Jahren um 122 Prozent auf 4.280 Euro gestiegen.

"Wir sehen keine coronabedingten Bremsspuren", sagt Kippes. Unter anderem hatte es zuletzt Vermutungen gegeben, dass der Home-Office-Schub in der Pandemie den akzeptablen Radius für Pendler erhöht, wenn sie künftig nur noch zwei oder drei Tage in der Woche ins Büro müssen. Doch bisher dächten die Menschen darüber nur nach, sagte Kippes. "Man kann noch nicht sagen, dass die Möbelwagen stadtauswärts rollen."

Trend zu noch mehr teurer Wohnfläche

Dagegen sieht der Marktforscher schon länger eine Tendenz hin zu mehr Wohnfläche - obwohl sie immer teurer wird. Die Erfahrungen aus der Pandemie mit Home-Office und Unterricht zu Hause befeuere dies eher noch.

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Hoffnung auf etwas Entlastung machen dagegen ebenfalls am Donnerstag vorgelegte Zahlen vom Landesamt für Statistik: Die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern lag im ersten Quartal gut ein Viertel über dem Vorjahreswert.

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