Mega-Messejahr 2025: München wächst zum globalen Leitstandort

Rekordumsatz, Millionen Besucher und ein rasant wachsendes Auslandsgeschäft: Die Messe München baut ihre Rolle als globaler Leitstandort aus – doch der Erfolg bringt auch Schattenseiten wie Verkehrschaos mit sich und verlangt hohe Investitionen in Gelände, Energie und Digitalisierung.
von  Hüseyin Ince
Die Doppelspitze der Messe München: Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel.
Die Doppelspitze der Messe München: Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel. © Messe München GmbH

Seit Jahren wächst die Münchner Messe. Sie ist zu einem der wichtigsten Standorte des Messegeschehens weltweit geworden. So lautet die eigene Bilanz des Konzerns mit ihrer Doppelspitze Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel bei einer Presserunde am Mittwoch (24. Juni).

"Die Messestadt München liegt im Zentrum des Erfolges"

So verzeichnet die Münchner Messe im Jahr 2025 einen Konzernumsatz von 594 Millionen Euro. 517 Millionen Euro wurden in München erwirtschaftet, der Rest im Ausland, wo das Geschäft ebenfalls wächst. "Die Messestadt München liegt im Zentrum des Erfolges", heißt es in der aktuellen Presseinfo der Messe.

2,5 Millionen Messe-Besucher im Jahr 2025

Eine Schattenseite des Erfolges erkennt man derzeit bei der aktuellen, dreitägigen Messe (23. bis 25. Juni) "Smarter E Europe" auf dem Riemer Gelände, eine Ausstellung zum Thema Solar- sowie Energiewirtschaft. Der Andrang ist so groß, dass der Verkehr rund um das Gelände an einem Mittwochmorgen teils kollabiert und Fahrzeuge stundenlang in Nebenstraßen festsitzen.

Der Haupteingang (West) der Messe München am Messesee. 2,5 Millionen Besucher zählte man 2025.
Der Haupteingang (West) der Messe München am Messesee. 2,5 Millionen Besucher zählte man 2025. © Messe München GmbH

Aber zurück zur Bilanz. Inzwischen finden auf dem Riemer Gelände (heuer 30 Jahre alt geworden) zehn der weltweit größten 14 Messen statt. "Weltleitmesse" wird das im Fachjargon genannt. 74 Gastveranstaltungen zählte man im Jahr 2025 sowie 2,5 Millionen Besucher. Die Bilanz: ein positives Jahresergebnis der Messe München GmbH von 88 Millionen Euro. Beim Gesamtkonzern sind es 99 Millionen Euro – und das mit weltweit 1142 Mitarbeitern.

Das Münchner Mega-Unternehmen investiert im In- und Ausland 

Hauptantreiber des Erfolges, der offenbar nur eine Richtung kennt, sind wohl Mega-Messejahre wie eben 2025. Es fanden unter anderem statt: BAU, automatica, drinktec, transport logistic, die bauma mit ihren teils haushohen Baumaschinen, sowie – nicht zu vergessen – die Internationale Automobil-Ausstellung IAA.

Im In- und Ausland investiert das Münchner Mega-Unternehmen. 80 bis 90 Millionen werden wohl in nächster Zeit in das Riemer Gelände fließen. Mit einem Teil davon wird laut Stefan Rummel die neue Photovoltaikanlage auf dem Parkhaus finanziert. Auch das Besucherleitsystem soll digitalisiert und modernisiert werden ("Digital Signage"), so Rummel. Und in KI will man ebenso investieren.

Wachsendes Geschäft in Saudi-Arabien

Einen großen Teil des Wachstums erhofft sich die Messe in China und Indien. In Shanghai steht übrigens aufgrund der jahrzehntelangen Partnerschaft bereits die exakte Kopie des Münchner Messegeländes. Und auch in Saudi-Arabien will man wachsen.

Dort stocken zwar die Geschäfte offenbar aufgrund des US-Angriffes auf Iran ein wenig. Aber die erste Umwelttechnologie-Messe IFAT sei schon sehr gut angelaufen, so Rummel. "Es war der erfolgreichste Markteintritt der weltführenden Umwelttechnologiemesse im Ausland", umschreiben es die beiden Messechefs Stefan Rummel und Reinhard Pfeiffer.

2026 wird der Gewinnanteil aus dem Ausland wohl höher ausfallen. Ein Grund ist, dass die Mega-Maschinen-Messe bauma in Shanghai stattfindet, nämlich im November 2026.

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