Viele Geschenke und gute Laune: So positiv schauen die Münchner auf Weihnachten

Das Christkind ist wieder in Geberlaune. Die Münchner wollen es zum Fest krachen lassen - die Männer noch mehr als die Frauen.
| Ralph Hub
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Weihnachtsgeschenke liegen unter einem geschmückten Weihnachtsbaum.
Weihnachtsgeschenke liegen unter einem geschmückten Weihnachtsbaum. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

München - Die Münchner sehnen sich in der Vorweihnachtszeit nach Normalität - nach einem Advent, in dem Zeit bleibt, sich zu entspannen und nach ruhigen Feiertagen mit der Familie. Sie sind trotz Corona zudem in Kauflaune, wie eine Studie der Hochschule für Beschäftigte (FOM) belegt.

88 Prozent der Münchner Befragten freuen sich darauf, Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen, 80 Prozent beschenken andere Menschen gern, nahezu ebenso viele freuen sich auf das Weihnachtsfest (79 Prozent). Bei der Frage nach dem zu erwartenden Stress bei den Vorbereitungen glauben 43 Prozent der Befragten, sich in der Vorweihnachtszeit entspannt zu fühlen.

Die Frauen sind im Weihnachtsstress viel entspannter als Männer

"Die Vermutung liegt nahe, dass Frauen den Vorweihnachtsstress besser bewältigen als Männer, weil sie sich dessen bewusster sind, ihre Planungen dementsprechend anpassen und sich beispielsweise früher als Männer um die Geschenke kümmern. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Vorfreude auf das Weihnachtsfest bei Frauen um sechs Prozentpunkte höher ist als bei Männern", sagt Professor Oliver Gansser, wissenschaftlicher Leiter der FOM-Weihnachtsstudie.

Ein Lockdown, wie ihn unsere Nachbarn im Salzburger Land und Oberösterreich für kommende Woche angekündigt haben, könnte all die schönen Pläne aber im letzten Moment zunichtemachen. Deshalb fürchtet der Einzelhandel momentan nichts mehr, als dass ausgerechnet in der umsatzstärksten Jahreszeit Beschränkungen erfolgen oder wieder alle Zuhause bleiben müssen, so wie im vergangenen Jahr.

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Münchner planen durchschnittlich 584 Euro für Geschenke ein

Die Münchner geben sich trotz täglich neuer Rekordzahlen bei den Infektionen noch optimistisch. Sie wollen jede Menge Geld ausgeben, Freunde und Familienangehörige großzügig beschenken. Nach fast zwei Jahren coronabedingter Einschränkungen, so die FOM-Studie, möchten die Münchnerinnen und Münchner in diesem Jahr so viel für Weihnachtsgeschenke ausgeben wie nie zuvor - und deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt. Für die Weihnachtsstudie haben Studierende der FOM Hochschule in München 2.211 Menschen interviewt.

Für den Kauf von Geschenken planen die Befragten in der Landeshauptstadt demnach durchschnittlich rund 584 Euro ein - das sind 62 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt. Männer (602 Euro) sind in diesem Jahr deutlich spendabler als Frauen (564 Euro). Zum Vergleich: 2020 lagen die durchschnittlichen Ausgaben der Münchner für Weihnachtsgeschenke bei rund 502 Euro, 2019 betrug der Wert 505 Euro. "Wir gehen davon aus, dass sowohl die Vorfreude auf das Weihnachtsfest als auch die Sorge vor weiteren Preiserhöhungen den Konsum in der Vorweihnachtszeit deutlich steigern wird", sagt Oliver Gansser.

Kleider und Schuhe sind heuer die Hits unterm Weihnachtsbaum

Was die Einzelhändler freuen dürfte: Der Trend hin zum Online-Shopping scheint nachzulassen. Die Leute wollen wieder in die Läden, bummeln, anschauen, was es zu kaufen gibt. Anders als im Vorjahr steht für die Mehrheit der Befragten die Möglichkeit, Geschenke offline zu kaufen, wieder an erster Stelle, so die Studie. So gaben 66 Prozent an, das Shoppen im stationären Handel als wichtig zu empfinden. 57 Prozent wollen dagegen online bestellen.

Darauf fahren die Münchnerinnen und Münchner beim Weihnachtsshopping ab: Ob es an Lieferengpässen für technische Geräte liegt oder an einer Rückbesinnung auf traditionelle Werte und Geschenke mit persönlichem Touch: Besonders häufig möchten die Interviewten heuer Kleidung, Schuhe, Accessoires (55 Prozent), Bücher (55 Prozent), Kosmetik und Parfüm (54 Prozent), Essen, Getränke und Feinkost (49 Prozent) sowie Artikel aus dem Bereich Spielwaren/Gaming (47 Prozent) verschenken.

Weit abgeschlagen in der Geschenke-Hitliste liegen dagegen Smart Home- und Infotainment-Produkte (jeweils 11 Prozent). Selbst Gutscheine und Bargeld - vor der Pandemie noch beliebte Weihnachtsgeschenke - finden in diesem Jahr nur noch in 33 bzw. 29 Prozent einen Platz unter dem Weihnachtsbaum.

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