Verzögerungen ärgern Fahrgäste: Baustelle am Sendlinger Tor dauert deutlich länger

Die Arbeiten an den Tramschienen am Sendlinger Tor ziehen sich noch bis Februar. Die Fahrgäste ärgert das.
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Seit Wochen und Monaten geht es am Sendlinger Tor chaotisch zu. (Archivbild)
Seit Wochen und Monaten geht es am Sendlinger Tor chaotisch zu. (Archivbild) © Daniel von Loeper

München - Wer die Tram am Sendlinger Tor und in der Müllerstraße nutzt, wird jetzt einmal tief durchschnaufen müssen: Die Arbeiten an den Gleisen in diesem Bereich werden sich länger hinziehen. Wie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) am Mittwoch mitgeteilt hat, verzögert sich die Fertigstellung der neuen Tramschienen bis zum 10. Februar. Eigentlich sollte alles schon am 8. Dezember fertig sein.

Dass alles jetzt doch erheblich länger dauert, hat laut MVG mehrere Gründe. Zum einen hat sich der Planungsprozess verzögert, bestimmte Nachweise waren nicht schnell genug da. Zum anderen kommt der MVG die stade Zeit in die Quere. Denn in der Weihnachtszeit, vor allem zwischen Heiligabend und Neujahr, wird wenig gearbeitet – wegen der Feiertage.

Das bleiben die Änderungen für die Fahrgäste:

  • Zwischen Müllerstraße und Isartor fahren keine Trambahnen, es gibt keine Ersatzbusse. 
  • Die Tram 16 fährt auf dem verkürzten Linienweg Romanplatz – Hauptbahnhof – Sendlinger Tor. Im Osten bedient die Ersatztram 36 den Abschnitt Isartor – St. Emmeram. 
  • Die Tram 17 fährt auf dem verkürzten Linienweg Amalienburgstraße – Romanplatz – Hauptbahnhof und von dort weiter als Tram 18 via Trappentreustraße zum Gondrellplatz. Im Osten bedient die Ersatztram 37 den Abschnitt Isartor – St. Emmeram.
  • Die Tram 18 fährt auf dem verkürzten Linienweg Gondrellplatz – Westendstraße – Trappentreustraße – Hauptbahnhof und weiter als Tram 17 via Romanplatz zur Amalienburgstraße. Der Abschnitt Stachus – Schwanseestraße wird durch den Ersatzbus 18 bedient.
  • Die Tramlinien 36 und 37 ersetzen die Tramlinien 16 und 17 im östlichen Abschnitt zwischen St. Emmeram/Effnerplatz und Isartor.
  • Die Nachttram N17 fährt auf dem verkürzten Linienweg Amalienburgstraße – Romanplatz – Hauptbahnhof – Stachus – Sendlinger Tor. Der Abschnitt Stachus – Effnerplatz wird durch den Ersatzbus N17 bedient. 
  • Die Nachttram N27 fährt auf dem verkürzten Linienweg Petuelring – Kurfürstenplatz – Pinakotheken – Stachus – Sendlinger Tor. Der Abschnitt Stachus – Ostfriedhof wird vom Ersatzbus N27, der Abschnitt Ostfriedhof – Wettersteinplatz – Großhesseloher Brücke von der Ersatztram N15 bedient.

Lesen Sie dazu auch: Das ändert sich ab Dezember bei U-Bahn, Bus und Tram

Eine Frischekur für das Sendlinger Tor

Ärger bei den Fahrgästen

Kritik kommt von der Aktion Münchner Fahrgäste: Hier ärgert man sich über die Verzögerung – vor allem, weil zwischen Müllerstraße und Isartor weder Tram noch Busse fahren. "Die Fahrgäste leiden sehr unter den immer länger dauernden Gleisbauarbeiten", schreibt Stefan Hofmeir, Sprecher des Fahrgastverbands, in einer Mitteilung. Früher habe man Arbeiten am Trambahnnetz "unter rollendem Rad" oder über Nacht vorgenommen.

Hofmeir schlägt vor, zusätzliche Weichen ins Tramnetz einzubauen, um es so flexibler zu machen. "Gäbe es in der Fraunhoferstraße auch Weichen nach rechts in die Müllerstraße, hätte man die aktuell abgehängten Strecken in Betrieb lassen können."

Lesen Sie auch: Sendlinger Tor bleibt während Umbau grau und greislig

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