Verurteilte Rechtsterroristin legt Revision ein

Nach ihrer Verurteilung zu sechs Jahren Haft hat eine mutmaßliche Rechtsterroristin aus Franken Revision eingelegt. Das teilte das Oberlandesgericht (OLG) München am Freitag auf Anfrage mit.
| dpa
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Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. © Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild

München - Das Gericht hatte die 55 Jahre alte Heilpraktikerin vor einer Woche verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sie in den Jahren 2019 und 2020 aus einer rechtsextremen Gesinnung heraus Grußkarten mit Drohungen an Politiker und Vereine verschickt hatte. Zudem hatte sie sich laut Gericht mit Waffen und Materialien zum Bau einer Bombe eingedeckt.

Begonnen hatten die Bedrohungen demnach im Dezember 2019. "Juden- und Ausländerfreund" und "Erschossen auf der Terrasse" schrieb sie damals in einem Brief an einen fränkischen Landrat, als Beileidskarte mit dem Zusatz "Wir kriegen Euch alle". Der Betroffene habe dies zu Recht als Vergleich mit dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke vom Juni 2019 aufgefasst, sagte der Vorsitzende Richter.

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Laut der Beweiserhebung pflegte die Frau umfangreiche Kontakte in die rechte Szene, sie war auch Mitglied in der Kleinpartei Der III. Weg. Zudem freundete sie sich mit den Neonazis Ralf Wohlleben und André E. an, die als Helfer der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) verurteilt wurden.

 

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