Versuchter Totschlag: Messerstecher vor Gericht

Versuchter Totschlag: Weil 43-Jähriger nicht in ein Restaurant gelassen wird, holt er ein Messer.
| John Schneider
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Der Angeklagte soll einen blutigen Streit angezettelt und einen 33-jährigen Koch mit fünf Messerstichen schwer verletzt haben.
Daniel von Loeper Der Angeklagte soll einen blutigen Streit angezettelt und einen 33-jährigen Koch mit fünf Messerstichen schwer verletzt haben.

München - Mit viel Raki im Blut soll ein 43-jähriger Gemüsehändler am 21. Juli des vergangenen Jahres vor einem Restaurant einen blutigen Streit angezettelt und einen 33-jährigen Koch mit fünf Messerstichen schwer verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Totschlag aus.

Laut Anklage spielte sich das Drama in den frühen Morgenstunden vor einem Restaurant in Berg am Laim ab. Der betrunkene Händler und seine beiden Begleiterinnen wurden von einem Koch (33) und einem weiteren Mitarbeiter des Restaurants aufgrund der Alkoholisierung des Angeklagten an der Tür abgewiesen.

Der 43-Jährige habe sich vor den Frauen gedemütigt gefühlt, glauben die Ankläger. Er beschimpfte den Koch, drohte, dass er das Lokal auseinandernehmen würde, zog dann aber ab. Doch der Vorfall gärte offenbar weiter in ihm. Per Telefon drohte er erneut, den Laden auseinanderzunehmen. Der Koch forderte ihn daraufhin auf, zu dem Lokal zurückzukehren und die Sache zu klären.

Streit eskaliert: Mann sticht vier Mal zu

Der wütende Mann bewaffnete sich mit einem Messer und fuhr, betrunken wie er war, zurück zu dem Lokal. Hier eskalierte der Streit in der Küche. Der Angeklagte soll sein Messer gezückt und mindestens vier Mal auf den Koch eingestochen haben. Als ihm das Messer entwunden wurde, griff er zu einem Fleischerbeil, doch ein Zeuge konnte ihm auch dieses entwinden.

Der 43-Jährige gesteht zwar, dass er zugestochen hat, will sich bei seinem Opfer auch entschuldigen, aber den Tathergang schildert der 43-Jährige anders. Anders auch, als er selbst bei der Polizei zunächst angegeben hatte.

Am Montag erzählt er unter anderem, dass er nicht selbst das Beil geführt habe, sondern im Gegenteil von seinem Hals weggedrückt habe. Er habe auch nicht gemerkt, dass er seinem Kontrahenten "einen Schaden zugefügt" habe. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass er Bauch und Brust des 33-Jährigen mit Stichen verletzt hatte. Dem Opfer wurden im Krankenhaus drei Wunden genäht, eine weitere mit Klammerpflastern versorgt. Der Angeklagte erklärt, er sei selbst an der Hand und am Hals verletzt worden.

Der Prozess wird am 14. Juli mit der Aussage des Opfers fortgesetzt.

Lesen Sie auch: Mann (22) uriniert an Bauzaun und schlägt Bundespolizistin

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren