Mann vor Münchner Hauptbahnhof niedergestochen
Die Münchner Mordkommission ermittelt wegen eines versuchten Totschlags gegen einen 20-Jährigen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Das Opfer, ein 24-Jähriger aus Jordanien, liegt schwer verletzt im Krankenhaus.
Schwer verletztes Opfer liegt am Boden
Mitarbeiter der Bahn-Sicherheit fanden nach Angaben des Präsidiums den 24-Jährigen am Sonntag gegen 1.15 Uhr in der Bayerstraße. Der Mann lag zwischen der Senefelder- und der Schillerstraße blutend am Boden. Die Sicherheitsleute wurden durch Schreie auf den Verletzten aufmerksam. Sie fingen sofort an, bei ihm Erste Hilfe zu leisten. Der Mann hatte zahlreiche Verletzungen am Oberkörper, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Über die Art der Verletzungen machte der Sprecher keine Angaben. Eine Tatwaffe wurde bisher offenbar nicht gefunden.
Keine Lebensgefahr
Der Rettungsdienst brachte den Verletzten in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestehe nicht, sein Zustand sei stabil, so der Polizeisprecher. Zeugen haben einen mutmaßlichen Verdächtigen am Tatort gesehen und später der Polizei beschrieben. Demnach handelt es sich um einen 20 Jahre alten Mann aus dem Jemen, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnt. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl.
Zeugin erkennt Verdächtigen am Stachus
Eine Zeugin, die den 20-Jährigen kennt und von der Tat erfahren hatte, verständigte am Montagabend die Polizei, nachdem sie am Stachus den Verdächtigen gesehen hatte. Streifenbeamte nahmen den Mann fest. Das Opfer und der mutmaßliche Täter kennen sich offenbar schon längere Zeit. Beide sind als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, ihre Asylanträge wurden allerdings beide abgelehnt. Der Tat sei ein Streit vorausgegangen, sagte der Polizeisprecher. Der Grund ist noch ungeklärt. Der 20-Jährige hat bereits eine Akte bei der Polizei wegen Körperverletzung und Drogendelikten. Das Präsidium bittet Zeugen, sich unter Telefon: 089/2910-0 zu melden.
- Themen:
- Karlsplatz (Stachus)
- Polizei

