Mann vor Münchner Hauptbahnhof niedergestochen

Sicherheitsleute der DB finden vor dem Hauptbahnhof in der Bayerstraße einen schwer verletzten Mann. Inzwischen ist ein 20-Jähriger von der Polizei unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden. Was Opfer und Tatverdächtigen verbindet. 
Ralph Hub
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Polizisten haben einen Verdächtigen am Stachus festgenommen. Gegen ihn wird wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt. (Symbolbild)
Polizisten haben einen Verdächtigen am Stachus festgenommen. Gegen ihn wird wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt. (Symbolbild) © Marcus Brandt

Die Münchner Mordkommission ermittelt wegen eines versuchten Totschlags gegen einen 20-Jährigen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Das Opfer, ein 24-Jähriger aus Jordanien, liegt schwer verletzt im Krankenhaus.

Schwer verletztes Opfer liegt am Boden

Mitarbeiter der Bahn-Sicherheit fanden nach Angaben des Präsidiums den 24-Jährigen am Sonntag gegen 1.15 Uhr in der Bayerstraße. Der Mann lag zwischen der Senefelder- und der Schillerstraße blutend am Boden. Die Sicherheitsleute wurden durch Schreie auf den Verletzten aufmerksam. Sie fingen sofort an, bei ihm Erste Hilfe zu leisten. Der Mann hatte zahlreiche Verletzungen am Oberkörper, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Über die Art der Verletzungen machte der Sprecher keine Angaben. Eine Tatwaffe wurde bisher offenbar nicht gefunden.

Keine Lebensgefahr

Der Rettungsdienst brachte den Verletzten in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestehe nicht, sein Zustand sei stabil, so der Polizeisprecher. Zeugen haben einen mutmaßlichen Verdächtigen am Tatort gesehen und später der Polizei beschrieben. Demnach handelt es sich um einen 20 Jahre alten Mann aus dem Jemen, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnt. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl.

Zeugin erkennt Verdächtigen am Stachus

Eine Zeugin, die den 20-Jährigen kennt und von der Tat erfahren hatte, verständigte am Montagabend die Polizei, nachdem sie am Stachus den Verdächtigen gesehen hatte. Streifenbeamte nahmen den Mann fest. Das Opfer und der mutmaßliche Täter kennen sich offenbar schon längere Zeit. Beide sind als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, ihre Asylanträge wurden allerdings beide abgelehnt. Der Tat sei ein Streit vorausgegangen, sagte der Polizeisprecher. Der Grund ist noch ungeklärt. Der 20-Jährige hat bereits eine Akte bei der Polizei wegen Körperverletzung und Drogendelikten. Das Präsidium bittet Zeugen, sich unter Telefon: 089/2910-0 zu melden.

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